Steigende Opferzahlen in Haiti: Nach Erdbeben kündigt sich nächste Naturkatastrophe an

Haiti erschüttert seit Samstag eine gewaltige Erdbeben-Tragödie. Doch dem nicht genug, die Zahl der Verletzen und Toten steigen stetig und die nächste Naturkatastrophe bahnt sich an.

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Ein Erdbeben der Stärke 7,2 hat am Samstag Haiti in Schock versetzt. Zurzeit belaufen sich die Zahlen der Verletzten auf über 5.700 und die der Todesopfer auf 1.300. Laut Zivilschutz konnte der Großteil der Verunglückten geborgen werden, doch die Todeszahlen steigen stetig weiter an, wie die Tagesschau berichtet.

Ganz Haiti erzittert unter Erdbeben

Das von Armut geplagte Land in der Karibik steht vor dem Trümmern zahlreicher Wohn- und Krankenhäuser, Schulen und Kirchen. Epizentrum des Erdbebens ist die Gemeinde Saint-Luis-du-Sud.

Die Erschütterungen konnten jedoch in ganz Haiti, sogar bis nach Jamaika und in der Dominikanischen Republik gespürt werden. Manche Orte sind vollkommen dem Erboden gleichgemacht worden, andere sind überfordert mit der hohen Anzahl an Verletzten, zu denen ständig mehr hinzukommen.

In Les Cayes stürzte ein mehrstöckiges Hotel ein, so können dort die Krankenhäuser keine Verletzten mehr aufnehmen. Das Internationale Rote Kreuz hilft bereits vor Ort und die USA hat Hilfe für die Opfer der Katastrophe angeboten.

Nachbeben und der Tropensturm "Grace" könnten Haiti erneut treffen... Angelo Giordano@Pixabay

Nächste Naturkatastrophe bahnt sich an

Haiti bereitet sich neben der Bergung der Vermissten bereits auf die nächste Naturkatastrophe vor. Denn der Tropensturm "Grace" soll sich dem Karibikstaat bereits heute oder morgen nähern.

Während die Zahl der Toten stetig steigt, lässt der Hurrikan mit vorhergesagten heftigen Regenfällen nichts Gutes vermuten. Zudem will die Regierung die Fehler von 2010 vermeiden. Bei dem Erdbeben in der Hauptstadt Port-au-Prince wurden 220.000 Todesopfer gefordert.

Keine Sammellager, sondern die Wohnhäuser von Familien und Angehörigen sollen erstmal dazu dienen, den Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, Unterkunft zu bieten. Denn es ist mit Nachbeben zu rechnen, die mehr Opfer fordern könnten.