"Raketen werden auf Häuser von NATO-Bürgern fallen": Präsident Selenskyj fordert erneute Flugverbotszone

Seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine fordert die ukrainische Regierung, dass die NATO eine Flugverbotszone über der Ukraine verhängt. Vor dem Hintergrund neuester russischer Luftangriffe erneuert Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Forderung und warnt vor Angriffen auf die NATO.

Präsident Selenskyj, der schon mehrere Angriffe auf sein Leben überlebt hat, wendet sich regelmäßig mit Videobotschaften an die Öffentlichkeit. Auch in der Nacht zu Montag hält er eine Ansprache, in der er düstere Prognosen für die NATO zieht, wie ntv.de berichtet.

Angriff auf die NATO?

Wenn Sie unseren Himmel nicht abriegeln, ist es nur eine Frage der Zeit, bis russische Raketen auf Ihr Territorium, auf das Territorium der NATO und auf die Häuser von NATO-Bürgern fallen werden.

Am Tag zuvor hat Russland einen ukrainischen Militärstützpunkt an der Grenze zu Polen angegriffen. Dieser befindet sich nahe Lwiw. Mindestens 35 Menschen wurden bei dem Angriff getötet, 130 weitere verletzt.

Getöteter US-Journalist

Selenskyj macht darauf aufmerksam, wie nahe dreißig Raketen an der Grenze zur NATO zum Einsatz kamen - gerade mal 20 Kilometer vor der Grenze zum NATO-Gebiet. Außerdem verweist Selenskyj auf den getöteten US-Journalisten.

Dieser wurde am Sonntag nahe Kyiv in seinem Auto beschossen und tödlich verletzt. Ein weiterer US-amerikanischer Kollege und auch der ukrainische Fahrer wurden dabei verletzt. Der ukrainische Präsident sprach von einem "vorsätzlichen Angriff der russischen Armee".

Dennoch zögert die NATO vor einem Eingreifen. Dahinter steckt der gleiche Grund, der einen gegenwärtigen Eintritt der Ukraine in die EU gefährlich macht. Mehr dazu im Video!

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