Notlage auf Intensivstationen: Erste Wartelisten-Patient:innen büßen wegen vierter Welle mit ihrem Leben

Noch vor Weihnachten werden bis zu 6.000 Covid-Patient:innen auf den Intensivstationen Deutschlands erwartet. Ein weiterer trauriger Rekord in der Pandemie, denn er kostet zahlreichen anderen Patient:innen das Leben!

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In Deutschlands Krankenhäusern spitzt sich die Lage zu. Operation "Kleeblatt" ist im vollen Gang und soll, wo es noch geht, Triage-Entscheidungen hinauszögern. Doch in "milder" Form findet sie tatsächlich schon statt, wie auf berliner-kurier.de berichtet wird.

Menschen zahlen mit ihrem Leben

Zum Beispiel ist die Situation auf den Intensivstationen in Thüringen dermaßen angespannt, dass geplante Operationen beispielsweise für Krebspatient:innen oder Patient:innen mit Herzklappen-Erkrankungen verschoben werden müssen.

Einige von ihnen sind bereits gestorben, wie der Intensivkoordinator Michael Bauer mitteilt:

Für die bedeutet das unter Umständen den Tod auf der Warteliste oder eine wesentlich schlechtere Prognose. In dem Moment, wo ich als Arzt priorisiere und sage, jemand muss auf die Warteliste, mache ich natürlich eine milde Form einer Triage.

"Eine Medizin, die wir eigentlich nicht machen wollen"

Doch nicht nur der Tod ist eine bittere Konsequenz der Überbelastung der Krankenhäuser. Einige Krebspatient:innen verlieren kostbare Lebenszeit, da sie nicht die so notwendige medizinische Aufmerksamkeit bekommen und von einem noch heilbaren Stadium ins nächste eintreten.

"Wir kommen jetzt schon in Bereiche, in denen wir Medizin machen, die wir eigentlich nicht machen wollen", sagt Michael Bauer und verweist darauf, dass dies die Folge vom unsolidarischen Handeln der ungeimpften Corona-Patient:innen ist.

Welche deutlichen Forderungen die Intensivmediziner:innen an uns und an die Politik stellen, erfahrt ihr im Video.

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