"Einige Hundert Fälle": So stark ist Omikron bereits in Deutschland verbreitet

Zurzeit ist noch nicht abschätzbar, welches Risiko die Variante Omikron für den weiteren Pandemieverlauf darstellt. Doch eine Sache ist sicher: Omikron ist bereits in Deutschland angekommen und das sicher mehr als nachgewiesen.

Die Weltgesundheitsorganisation hat vor kurzem den neuen Covid-Stamm Omikron als besorgniserregend eingestuft. Erste Berichte aus Südafrika zeigen zwar, dass die Symptome bisher alle mild ausgefallen seien, doch das Risiko dürfte nicht unterschätzt werden, so zahlreiche Expert:innen.

Auch Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt eindringlich vor der Gefahr einer neuen Variante, die in der vierten Welle noch mehr Chaos und Überbelastung erzeugen könnte.

"Einige Hundert Fälle in Deutschland"

Zurzeit ist noch nicht klar, wie viele Fälle es wirklich in Deutschland gibt. Doch mindestens zwei Fälle sind bereits bestätigt. Oliver Keppler vom Vorstand am Max von Pettenkofer-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität in München geht von mehr Fällen in Deutschland aus. Gegenüber der dpa sagt er, so der Tagesspiegel:

Einige Hundert Fälle können es in Deutschland vielleicht sein.

Doch geht der Experte nicht davon aus, dass sich die Omikron-Variante bereits flächendeckend in Deutschland befindet, denn dies wäre sonst bereits längst aufgefallen.

Delta sollte weiterhin Priorität bleiben

Im Moment herrscht die Delta-Variante vor - diese zu bekämpfen sollte zurzeit noch höchste Priorität bleiben, So Virologin Sandra Ciesek laut Berliner Kurier:

Wir haben derzeit eine ausgeprägte Delta-Welle, das allein ist schon ein großes Problem, welches eigentlich unsere volle Aufmerksamkeit fordert.

Zudem bestätigt die Stiko, dass auch bei Omikron herkömmliche PCR-Tests ein positives Ergebnis anzeigen, so der Deutschlandfunk. Zurzeit wird eine Nachbearbeitung gemacht, um herauszufinden, wie viele bereits positiv auf Omikron getestet wurden, um ein genaueres Bild davon zu bekommen, wie viele Fälle es wirklich in Deutschland bereits gibt. Doch dies kann noch einige Zeit dauern, so Ciesek.

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