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Veröffentlicht am 30/06/2026 um 11:15 von der Redaktion

„Schleich di, du hast hier nichts zu suchen“ – Nagelsmann bricht altes Fußball-Gesetz

Wer gegen Paraguay vorne stürmt, bleibt bis zuletzt unklar – Deniz Undavs Presseauftritt sorgt für Verwunderung beim DFB. Julian Nagelsmann hat vor dem WM-Spiel am Montag eine alte Fußballregel locker beiseitegeschoben.

Immer kurz vor einem großen Länderspiel rätselt die Fußballwelt: Wer läuft von Beginn an für Deutschland auf? Diesmal wirbelt ein unscheinbares Detail die alte Ordnung durcheinander. Kurz vor dem Gruppenfinale in der WM-Vorrunde gegen Paraguay taucht Deniz Undav auf dem Pressepodium auf – ein ungeschriebenes Gesetz im DFB-Zirkus besagt: Wer dort sitzt, steht morgen meist auch in der Startelf. Doch Julian Nagelsmann setzt dem Spektakel seine eigene Note. Was bedeutet das für Undav und die deutsche Offensive?

Traditionen wackeln: Wer darf beim DFB noch auf die Neun?

Seit Samstag, dem 27. Juni, ist klar: Deutschland trifft im entscheidenden WM-Spiel auf Paraguay. Eigentlich hätten Fans und Experten diese Info erst am Sonntag erwartet – aber Nagelsmann? Dem war das Procedere zu starr. Doch nicht nur diese Ankündigung stellt Gewohntes auf den Kopf. Die Präsentation von Undav kurz vor dem Match interpretierten viele als Startelfgarantie, auf die unter Nagelsmann plötzlich kein Verlass mehr ist. Der Nationaltrainer bevorzugt explizit den „modernen, spielerischen Angreifer“, der nicht bloß auf den richtigen Moment im Strafraum lauert. So entfernte sich der Stil Schritt für Schritt vom klassischen „Torjäger“ vergangener Tage.

Undav, Woltemade und das verschollene Stürmer-Gen

Die Diskussion dreht sich auch um Nick Woltemade – der Stürmer, der Deutschland überhaupt erst „zur WM geschossen hat“, wartet bislang auf die erste Spielminute im Turnier. Ein kleiner Wink an alte Helden: In der Historie des deutschen Fußballs waren klassische Mittelstürmer die Garanten für große Erfolge. Namen werden wach, wie Jürgen Klinsmann oder Rudi Völler (Weltmeister 1990), erst recht Miroslav Klose (Weltmeister 2014). Doch vor allem Gerd Müllers Legende reicht in die Zeit, als ein „Dreh-Tor wie 1974 im Finale gegen die Niederlande“ den WM-Titel klarmachte. 68 Treffer in 62 Länderspielen – von solchen Werten kann heute kaum noch einer träumen.

Mit einem Augenzwinkern wird sogar FIFA-Boss Gianni Infantino erwähnt: Warum nicht das nächste Mal die Achtelfinalbegegnungen erst „kurz vor Anpfiff“ ziehen und vermarkten? Die Unberechenbarkeit hat Methode – und sorgt für Gesprächsstoff.

Nagelsmanns Pläne und die neue Joker-Logik

Nagelsmann hält sich widerspenstig an keiner Rolle fest. Für ihn ist Undav als Joker möglicherweise wertvoller als in der Startformation, wie einige munkeln. Eine Taktik, die der Abteilung Angriff jedoch wenig Spielraum lässt, falls neue Impulse von der Bank benötigt werden. Währenddessen bleibt Woltemade außen vor, obwohl er maßgeblich am Erreichen der Endrunde beteiligt war. Kritiker mahnen an: Wer traditionell im DFB-Podium sitzt, sollte auch eine echte Chance bekommen – aber mit festen Regeln hält sich an diesem WM-Samstag offensichtlich niemand.

Franz Beckenbauer würde dazu wohl trocken sagen: „Schleich di, du hast hier nichts zu suchen“

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Verwendete Quelle:

Die Lage der WM: Nagelsmann brach ungeschriebenes Gesetz!