"Covid-19-Radar": Hospitalisierungsrate laut Patientenschutz nicht ausreichend

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie ist dem Großteil der Bevölkerung "Hospitalisierungsrate" ein Begriff. Dieser Richtwert wird aber zunehmend kritisiert.

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Auch wenn Bund und Länder am Donnerstag entschieden haben, die Hospitalisierungsrate als Richtwert für Corona-Maßnahmen zu nehmen, wird diese Entscheidung nicht von jedem gutgeheißen.

So befindet etwa die Deutsche Stiftung Patientenschutz die Krankenhaus-Inzidenz als unzureichend. Dieser Richtwert sei nicht verlässlich, besser wäre ein sogenannter "Covid-19-Radar".

Warum reicht Hospitalisierungsrate nicht aus?

Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, erklärt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, dass die Hospitalisierungsrate kein aktueller Wert ist.

Zudem würde diese "Krankenhaus-Inzidenz" nicht die wahre Belastung der Krankenhäuser darstellen. Ein "Covid-19-Radar" würde hingegen die tagesaktuellen Werte darstellen und somit eindeutiger für sich sprechen.

Was zurzeit gilt

Kürzlich wurde die Sieben-Tages-Inzidenz aufgrund zu wenig Aussagekraft von der Hospitalisierungsrate abgelöst, so die Frankfurter Rundschau.

Wenn die Hospitalisierungsrate den Wert 3 übersteigt, haben Bund und Länder zurzeit entschieden, dass bei Freizeitaktivitäten, so auch Gastronomie und bestimmte Dienstleistungen, die 2G-Regel geltend gemacht wird.

Was kann der "Covid-19-Radar"?

Der Patientenschutz hält einen "Covid-19-Radar" für Kliniken für sinnvoller als die Hospitalisierungsinzidenz als Richtwert für Maßnahmen. Denn dabei würden tagesaktuelle Zahlen von Corona-Infizierten, Covid-19-Erkrankten, aber auch Corona-Verstorbenen sowie die Auslastung der Krankenhäuser erfasst werden und ein klares Bild zu den Corona-Zahlen liefern, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet.

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