Mette Marit2 © Photo by Jarvin on Wikimedia Commons — https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mette_Marit2.jpg
Veröffentlicht am 17/06/2026 um 11:50 von der Redaktion

„Mette-Marit hat eine Spenderlunge erhalten“ Hoffnung für Norwegens Kronprinzessin

Die Nachricht schlägt in Norwegen Wellen: Kronprinzessin Mette-Marit kämpfte jahrelang gegen Lungenfibrose und erhielt nun endlich eine neue Lunge. Wie geht es ihr nach dem lebensverändernden Eingriff – und was steckt hinter dieser ernsten Erkrankung?

Wenn eine Prinzessin plötzlich ihren Alltag nicht mehr meistern kann, schaut das ganze Land hin. Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit, seit 2018 offiziell an Lungenfibrose erkrankt, hat in letzter Zeit immer weniger öffentliche Termine wahrgenommen. Die Krankheit, bei der sich das Lungengewebe entzündet und vernarbt, schränkt die Sauerstoffaufnahme massiv ein. Für sie bedeutete das: oft Husten, immer häufiger Atemnot und irgendwann geht ohne medizinische Unterstützung gar nichts mehr.

Die Diagnose war ein Schock. Lungenfibrose verläuft oft schleichend, aber dafür umso bedrohlicher:

„Die Krankheit verursacht wiederkehrende oder lang anhaltende Entzündungen des Lungengewebes, was Husten, Atemnot und Sauerstoffmangel zur Folge haben kann.“

Mit der Zeit werden Betroffene immer unbeweglicher und müssen gegebenenfalls eine Sauerstoffmaske tragen. Häufig bleibt sogar die Ursache ungeklärt, manchmal sind es toxische Stäube oder auch frühere Lungenentzündungen, die zur Entstehung führen.

Letzter Ausweg Spenderlunge – Entscheidung und Ablauf

Eine Heilung? Gibt es bei Lungenfibrose bisher nicht. Wenn Medikamente nicht mehr wirken und die Lunge ihre Arbeit fast völlig einstellt, bleibt nur ein Ausweg: eine Lungentransplantation. Doch das ist alles andere als Routine. Der norwegische Palast meldete, Mette-Marit habe „eine Spenderlunge erhalten“ – nach Monaten zermürbender Wartezeit auf ein passendes Organ. Für solche Eingriffe kommen auch Patientinnen und Patienten mit COPD, Mukoviszidose oder bestimmten Lungenödemen infrage.

Die moderne Chirurgie setzt eher auf minimalinvasive Methoden, bei denen der Brustkorb nicht mehr komplett eröffnet werden muss. Dabei wird der spendende Lungenflügel an die Hauptbronchien, die Lungenvenen und die Arteria pulmonalis angeschlossen. Muss nur eine Seite ersetzt werden, kann die andere oft weiter funktionieren, so dass nicht immer eine Herz-Lungen-Maschine zum Einsatz kommt. Bei einer Doppellungentransplantation arbeiten Ärztinnen und Ärzte meist sequenziell: erst eine, dann die andere Seite.

Neues Leben mit Einschränkungen – was bedeutet die Transplantation für Mette-Marit?

Die Zeit nach der OP ist intensiv. Direkt nach dem Eingriff wird die Patientin auf der Intensivstation überwacht, möglichst früh wird ohne Beatmungsgerät geatmet. Der Klinikaufenthalt dauert normalerweise rund drei Wochen. Doch auch wenn Mette-Marit jetzt wieder freier durchatmen kann: Der Preis ist hoch. Um die neue Lunge nicht abzustoßen, braucht sie ab jetzt ein Leben lang spezielle Medikamente. Diese sogenannten Immunsuppressiva machen sie aber auch anfälliger für Infektionen und erhöhen das Risiko bestimmter Krebserkrankungen.

Laut aktuellen Registern liegt das Median-Überleben nach einer Lungentransplantation inzwischen bei mehr als zehn Jahren – Tendenz steigend.

„Einige Patientinnen und Patienten leben nach der Transplantation 20 bis 25 Jahre mit einer hohen Lebensqualität.“

Natürlich gibt es auch Langzeitfolgen, etwa Probleme mit den Nieren durch die Medikamente, chronische Organabstoßung oder das entstehende Krebsrisiko. Doch für viele bedeutet das neue Organ ein deutlich selbstbestimmteres Leben, auch wenn ständige medizinische Kontrolle und regelmäßige Medikamenten-Anpassungen unerlässlich bleiben.

Die Verschlechterung ihres Gesundheitszustands in den letzten Monaten und der anschließende Empfang einer Spenderlunge stellen einen wichtigen Wendepunkt dar. Für viele Patientinnen und Patienten nach einer Lungentransplantation bedeutet dies eine enge medizinische Überwachung und die lebenslange Einnahme von Medikamenten.

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Verwendete Quelle:

Mette-Marit leidet an Lungenfibrose: Nun hat sie eine Spenderlunge erhalten