Joe Biden official portrait 2013 (cropped) 2 © DPP
Veröffentlicht am 28/05/2026 um 11:35 von der Redaktion

„Ich dachte, oh mein Gott, er hat einen Schlaganfall“ Jill Biden über TV-Debatte

Als Jill Biden ihrem Mann 2024 während des Fernsehduells zusah, bekam sie es mit der Angst zu tun. Die Ereignisse dieser Nacht haben nicht nur Amerikas Politik, sondern auch das Leben der Bidens auf den Kopf gestellt.

So ein Moment bleibt hängen: Das TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden am 27. Juni 2024 in Atlanta sollte eigentlich den Wahlkampf entscheiden, doch es wurde zur ernsten Belastungsprobe für die gesamte Familie Biden. Während Millionen zusahen, kämpfte der damals 81-jährige Joe Biden sichtlich mit seiner Stimme, stolperte über seine eigenen Sätze, ließ Formulierungen offen – was in den USA und weltweit für Kopfzerbrechen sorgte. Während im TV und in sozialen Medien über seine körperliche und mentale Fitness diskutiert wurde, saß Ehefrau Jill wie gelähmt vor dem Bildschirm. Rückblickend schildert sie nun erstmals öffentlich ihre Angst in einem Interview, aus dem vorab von dem CBS-Sender Auszüge veröffentlicht wurden, das in der vollständigen Version am 31. Mai 2026 in der Sendung „Sunday Morning“ ausgestrahlt wird:

„Ich hatte Angst, denn ich habe Joe noch nie in einem solchen Zustand gesehen – weder davor noch danach“.

Die TV-Debatte als politischer Wendepunkt

Schon kurz nach dem Desaster wurden die Stimmen in den eigenen Reihen lauter: Sollte sich Biden tatsächlich noch einmal zur Wahl stellen? Republikanische und auch demokratische Beobachter überschlagen sich mit Bewertungen – sogar Scott Jennings, konservativer Kommentator und früher Berater von George W. Bush, wurde mit den Worten zitiert:

„Ich mache mir Sorgen um den Präsidenten. Wir sollten für ihn beten.“

Der Schlaganfall-Verdacht, der sich für Jill Biden im Moment des Geschehens in Panik verwandelte, war überall Gesprächsthema. Sie erinnert sich:

„Ich dachte, oh mein Gott, er hat einen Schlaganfall. Das hat mich zu Tode erschreckt.“

Auch nach außen zeigte sie zunächst Stärke und sagte direkt nach der Debatte zu ihrem Mann:

„Du hast jede Frage beantwortet, du kanntest alle Fakten.“

Doch die Zweifel blieben – auch bei den Demokraten. Der Druck wuchs so sehr, dass Joe Biden am 21. Juli 2024 offiziell seine Kandidatur zurückzog und seine Stimme der damaligen Vizepräsidentin Kamala Harris (61) gab.

Der Einfluss auf das Rennen ums Weiße Haus

Das Erdbeben, das diese eine Nacht auslöste, hatte noch monatelang Folgen. Statt Joe Biden zog Kamala Harris für die Demokraten in den Wahlkampf – doch sie konnte sich gegen den politischen Gegner letztlich nicht durchsetzen. Am Ende jubelte Donald Trump, der mit 79 Jahren zurück ins Oval Office einzog. Für die Familie Biden war es ein doppelter Abschied: von der Politik und von einem Kapitel, das von Höhen, aber auch emotionalen Tiefpunkten geprägt war. Jill Biden verarbeitet all das in ihren Memoiren „View from the East Wing: A Memoir“. Neben ihren Erfahrungen als First Lady erzählt sie dort auch von den Erschütterungen dieser denkwürdigen Nacht. Am Wochenende vom 30./31. Mai 2026 wird das vollständige Gespräch über diese Zeit in der CBS-Sendung „Sunday Morning“ ausgestrahlt. Jill blickt zurück auf Ängste, Hoffnung und einen öffentlichen Moment, der weit mehr als ein Wahlkampfspektakel war.

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Verwendete Quelle:

Jill Biden über TV-Debatte 2024: "Ich dachte, er hat einen Schlaganfall"