Röteln: Symptome, Impfung, Schwangerschaft, Erreger, Behandlung und Übertragung
©
Röteln: Symptome, Impfung, Schwangerschaft, Erreger, Behandlung und Übertragung

Röteln: Symptome, Impfung, Schwangerschaft, Erreger, Behandlung und Übertragung

Röteln ist eine ansteckende Krankheit, von der vor allem Kinder betroffen sind. Seine nunmehr obligatorische Impfung kann sie in den meisten Fällen verhindern. Angeborene Röteln (in der Schwangerschaft auf den Fötus übertragen) können schwerwiegende Folgen haben.

Was sind Röteln? Definition und Beschreibung

Röteln sind eine ansteckende Infektion, welche die Atemwege angreift und durch den Erreger Rubellavirus (Rötelnvirus) ausgelöst werden. Sie zeigen sich durch einen charakteristischen Hautausschlag, der zuerst im Gesicht und dann an anderen Teilen des Körpers erscheint.

Vor allem sind Kinder zwischen 5 und 9 Jahren von Röteln betroffen. Normalerweise sind sie harmlos, können aber im Fall von angeborenen Röteln (während der Schwangerschaft von der Mutter auf das Baby übertragen) schwerwiegende Folgen haben.

Durch die Masern-Mumps-Röteln (MMR) Impfung hat sich die Zahl der Patienten in Deutschland drastisch reduziert. Im Gegensatz dazu sind in den Entwicklungsländern jedes Jahr 100.000 Babys betroffen. Allerdings bietet die Impfung keinen vollständigen Schutz, denn in seltenen Fällen können Röteln auch trotz einer Impfung entstehen.

Röteln: Welche unterschiedlichen Symptome gibt es gegenüber Masern und Windpocken? Wie sind die Folgen von Röteln in der Schwangerschaft?

Im Anfangsstadium der Röteln treten die ersten Symptome etwa zwei Wochen nach der Infektion auf. Sie sind oft nicht sehr intensiv und ähneln denen der Masern. Im Vergleich zu den roten Flecken der Masern, sind sie bei Röteln jedoch schwächer und tauchen nicht hinter den Ohren auf. Im Gegensatz zu Windpocken bilden sich bei Röteln keine Bläschen auf der Haut. Aufgrund der Ähnlichkeit ist es teilweise schwierig, die richtige Diagnose für Röteln aufzustellen. Ausserdem zeigen fast 50% der Menschen, die mit dem Virus infiziert sind, keine Anzeichen der Krankheit.

Zu den charakteristischen klinischen Anzeichen von erworbenen Röteln zählen leichtes Fieber, geschwollene Drüsen, Gelenkschmerzen und Hautausschlag, der im Gesicht beginnt und sich auf den ganzen Körper ausbreitet.

Angeborene Röteln können viele Komplikationen mit sich tragen. Bei Kindern, die früh infiziert werden (in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft), kann sich ein Fehlbildungssyndrom entwickeln. Dies kann Entwicklungsstörungen verursachen, wie etwa Hirnschäden bzw. Herz- oder Augenmissbildungen.

Röteln Vorbeugung: Impfung bei Babys, Übertragung, Erreger, wann sind sie ansteckend?

Da der Rötelvirus sich über die Luft verbreitet, ist es wichtig, bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen; wie Hygiene (regelmäßiges Händewaschen und alle möglicherweise kontaminierten Gegenstände säubern) und Isolation (nicht sehr effektiv, da die ansteckenden Personen meist nicht bekannt ist).

Jedoch reichen diese Maßnahmen nicht aus. Es empfiehltsich die MMR(Masern, Mumps und Röteln)Impfung, sie ist gut verträglich und gratis und wird bei Säuglingen fast automatisch durchgeführt. Sie wird durch zwei Injektionen verabreicht, in der Regel mit 12 Monaten und eine weitere zwischen dem 16. und 18. Lebensmonat. Früher oder später wird erwartet, dass die Impfung die virtuelle Eliminierung von Röteln ermöglicht.

Wie können die Symptome von Röteln verringert werden? Behandlung und Therapie

Bei Röteln gibt es keine heilende Behandlung, denn kein Medikament wirkt gegen das Virus. Die Therapie ist daher darauf ausgerichtet lediglich die Symptome zu reduzieren. Verschrieben werden können: Schmerztabletten um das Fieber zu behandeln und Antibiotika im Fall von sekundärer bakterieller Infektion.

Prävention ist und bleibt der beste Weg, um Röteln zu bekämpfen.


Mehr