WM-Katastrophe: Ewiger Vize schießt scharf gegen Jogi Löw

WM-Katastrophe: Ewiger Vize schießt scharf gegen Jogi Löw

Mehr als drei Monate nach dem blamablen WM-Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft meldet sich nach Lothar Matthäus nun noch ein Ex-Kapitän zu Wort: Michael Ballack. Was der 42-Jährige im Interview mit Deutsche Welle zu Joachim Löw zu sagen hat, dürfte diesem alles andere als gefallen...

Michael Ballack wundert sich, dass Bundestrainer Joachim Löw seinen Job nach der misslungenen WM behalten durfte und äußert sich auch zu DFB-Präsident Grindel und Mesut Özil.

Die wichtigsten Zitate des DW-Interviews auf Englisch:

Das WM-Aus der Nationalmannschaft

„Es war ganz offensichtlich, dass einige Spieler nicht auf der Höhe waren. Und man konnte es schon vorher sehen, dass eine oder mehrere Positionen nicht optimal besetzt waren."

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„Es war ein Mentalitätsproblem. Denn fußballerische Qualität sinkt in vier Jahren nicht so stark, dass man in der Vorrunde nicht bestehen kann."

„Auch wenn wir acht Jahre lang auf hohem Niveau gespielt haben und Weltmeister geworden sind - du musst dich im Fußball jeden Tag wieder neu fordern, im Fußball geht es so schnell."

Joachim Löw ist weiter DFB-Trainer

„Ich war wie viele andere Leute auch überrascht, dass er seinen Job behalten hat. Er hat lange mit dem Team gearbeitet. Manchmal funktioniert es einfach nicht mehr, wenn jemand so lange mit einer Mannschaft zusammen ist wie er."

DFB-Präsident Reinhard Grindel

„Die Weltmeisterschaft war eine große Enttäuschung, und dafür gab es Gründe. Man sollte sie ernsthaft analysieren und nicht sagen „Wir analysieren das", während in Wahrheit bereits beschlossen ist, am Trainer festzuhalten. Das ist keine echte Analyse.“

Es sollte nicht nur eine Person geben, die diese Entscheidungen trifft."

Mesut Özil und "Erdogate" 

„Niemand braucht so etwas vor einer Weltmeisterschaft."

„Er sollte wieder glücklich sein, wenn er auf dem Platz steht (...) Das ist es, was Fußballer tun sollten: Schlagzeilen auf dem Spielfeld machen, nicht abseits davon."

• Maximilian Kunze
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