Forscher finden heraus, warum der größte Hai aller Zeiten ausgestorben ist

Forscher finden heraus, warum der größte Hai aller Zeiten ausgestorben ist

Forscher der Universität Pisa in Italien haben herausgefunden, weshalb der Megalodon, der größte Hai aller Zeiten, vor rund 2,6 Millionen Jahren ausgestorben ist.

Eine Geschichte wie aus Jurassic Park: Der unglaubliche Megalodon, ein ausgestorbener Riesen-Hai, sorgt nicht nur unter Wissenschaftlern für Erstaunen. 

Basierend auf einer Fosilienanalyse ist der größte Hai der Erdgeschichte ausgestorben, weil sein Lieblingsfressen ausgestorben ist. Denn der Zwerghai starb kurze Zeit vor dem Megalodon ebenfalls aus.

„Das Verschwinden des letzten Hais mit Riesenzähnen könnte mit dem Verschwinden von mehreren kleinen und mittleren Walarten zusammenhängen, die von den heutigen Riesenwalen ersetzt wurden“, erklärt Alberto Collareta, verantwortlich für die Studie, die in der Zeitung Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology veröffentlicht wurde. 

Auch interessant
Mitten im Ozean entdecken Forscher einen unbekannten Hai. Sein Kopf sieht richtig seltsam aus

Ein 15 Meter langer Hai

Die Paläontologen haben 7 Millionen Jahre alte Fossilien untersucht. Vor allem die Zahnüberreste des Riesenhais standen im Fokus.

„Eine kleine Walart namens Piscobalaena nana hatte auffällig viele Spuren von Megalodon-Zähnen“, erklärt Alberto Collareta. „Das Tier war nicht einmal 5 Meter lang und damit nicht einmal ein Drittel so groß wie der Megalodon.“

Der Megalodon war so riesig, dass der berühmte weiße Hai gerade zu winzig daneben aussieht. Denn der weiße Hai ist zwar fünf Meter groß, der Megalodon jedoch ganze 15 Meter. 

Die Zähne waren proportionnel zum Körper wohl 15 Zentimeter lang. Was der wohl alles damit anrichten würde, wenn er noch unter uns wäre? 

Nahrungsmangel als Ursache

Laut den Forschern sind die „kleinen“ Wale dafür verantwortlich, dass der Megalodon ausstarb. Denn der Klimawandel vor Millionen von Jahren hat die Umgebung, wo die kleinen Wale lebten, so verändert, dass diese schnell verschwanden. 

Deshalb hatte der Megalodon nicht nur weniger Nahrung. Die schmelzenden Pole veränderten zudem das Ökosystem im Meer. Die Forscher glauben, dass dies zwei Konsequenzen für den Hai hatte: Einerseits musste er größere Beute angreifen. 

Andererseits hat es der Megalodon nicht im kälteren Meer ausgehalten und sich deshalb an den Küsten bewegt. Dort hat er jedoch zu wenig Nahrung gefunden, weshalb er letztendlich ausstarb.

• Carina Levent
Weiterlesen