Weil AstraZeneca übrig bleibt: Hausarzt bietet Impftermine auf Ebay an
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Weil AstraZeneca übrig bleibt: Hausarzt bietet Impftermine auf Ebay an

Die Hausärzte sollen die Bevölkerung impfen, aber sie erhalten fast ausschließlich den unbegehrten Impfstoff von AstraZeneca. Peter Weitkamp hat eine Idee, um die übriggebliebenen Dosen zu verwerten.

Ein Hausarzt aus Nordrhein-Westfalen kann nicht dabei zusehen, wie Impfdosen einfach weggeworfen werden, weil die Menschen sich nicht mit AstraZeneca impfen lassen wollen.

Peter Weitkamp, dessen Praxis fast keine Biontech-Lieferungen mehr erhält, stellt die übrig gebliebenen Impfdosen von AstraZeneca kurzerhand zum Sonderanbegot ins Internet.

Impfstoff zu verschenken

Dort bietet der Allgemeinmediziner und Kardiologe aus Kirchlengern bereits mehrere Tage lang Impfdosen an, damit diese nicht verfallen. Er erklärt der deutschen Presseagentur:

Es wäre Wahnsinn, den zuverlässigen und wirksamen Impfstoff verkommen zu lassen.

Da laut der offiziellen Empfehlung der STIKO noch immer nur Menschen über 60 Jahren mit AstraZeneca geimpft werden sollen, sind viele Bürger skeptisch gegenüber dem Impfstoff.

Das ist für die Arztpraxen, die ja im Kampf gegen Corona eigentlich helfen sollen, ziemlich problematisch. Mit Biontech können sie nämlich nicht impfen, weil der an die Impfzentren geht.

Fast kein Biontech mehr für die Praxen

Weitkamp zufolge erhalten die Arztpraxen mittlerweile fast ausschließlich den umstrittenen Impfstoff von AstraZeneca, der aus Sicherheitsgründen schon öfter ausgesetzt worden ist.

Aus seiner Sicht ist die STIKO-Empfehlung, eine Altersgrenze ab 60 zu beachten, nicht richtig, da die Ärzte sich haftbar machen würden, wenn sie eine jüngere Person AstraZeneca spritzen:

Der Staat zieht sich aus der Haftung. Stattdessen sollen die niedergelassenen Ärzte haften, das ist ein Skandal.

Da es aber trotzdem genügend unter 60-Jährige gibt, die AstraZeneca haben wollen, müssten die sich dann an die Arztpraxen wenden, weil die Impfzentren sich strikt an die Empfehlung halten.

Ebay zur Rettung

Auch er selbst bekommt kaum Nachschub von Biontech und impft daher fast gar nicht mehr. Darum behandelt er ab nächster Woche diejenigen, die sein Ebay-Angebot annehmen wollen.

Obwohl die STIKO von einer Zweitimpfung mit AstraZeneca abrät, wenn man die erste Spritze schon erhalten halt, will Weitkamp das Vakzin seinen Patienten verabreichen. Natürlich nur mit deren Einverständnis.

Durch das schlechte Image von AstraZeneca würden auch über 60-jährige Biontech bevorzugen und in den Impfzentren die Plätze der Jungen beschlagnahmen. Weitkamp will dem entgegenwirken.


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