"Tödlicher als Corona": Unbekannte Lungenkrankheit schürt Sorge in China
"Tödlicher als Corona": Unbekannte Lungenkrankheit schürt Sorge in China
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"Tödlicher als Corona": Unbekannte Lungenkrankheit schürt Sorge in China

Eine neue Form der Lungenentzündung, die den lokalen Gesundheitsbehörden nicht bekannt und wahrscheinlich tödlicher als das Coronavirus ist, soll in Kasachstan bereits rund 1.800 Opfer gefordert haben.

Es ist eine wenig beruhigende Neuigkeit: Seit Anfang des Jahres kommt es in Kasachstan vermehrt zu Fällen einer neuartigen Lungenentzündung, die den örtlichen Behörden bisher unbekannt ist. Nach Aussage der chinesischen Behörden sind bereits 1.772 Menschen an dieser Krankheit gestorben.

Tödlicher als das Coronavirus?

Noch beunruhigender ist jedoch die Ausbreitungsrate dieser Krankheit. Allein im Juni sollen 628 Menschen an dieser Lungenkrankheit gestorben sein und täglich kommen rund 100 neue Infektionen dazu. Auch wenn Kasachstan dies momentan noch abstreitet, nehmen die chinesischen Behörden die neue Bedrohung sehr ernst.

Was passiert in Kasachstan? Nachdem in dem Land bereits 53.021 Coronainfektionen aufgetreten und es zu 264 Todesfällen durch das Virus gekommen ist, hat die Regierung Kasachstans Anfang Juli neue einschränkende Maßnahmen veranlasst. Doch womöglich ist das Coronavirus nicht der einzige Grund für diese Einschränkungen.

Neuartige Lungenkrankheit

Denn wie die chinesischen Behörden berichten, entwickelt sich in Kasachstan mit Höchstgeschwindigkeit eine neuartige Lungenerkrankung. Wenn die Ansteckungs- und Todesrate dieser Erkrankung bestätigt werden sollten, würde es sie damit gefährlicher machen als das Coronavirus. Die chinesische Botschaft in Kasachstan erklärt in einer Mitteilung an die chinesischen Staatsbürger:

Das Gesundheitsministerium von Kasachstan und weitere Behörden, führen vergleichende Untersuchungen durch und konnten die Art des Virus dieser Lungenentzündung nicht feststellen.

Ausgangssperre und einschränkende Maßnahmen

Das sind bisher noch sehr wenige Informationen, doch immerhin wissen wir schon, dass sich die Epidemie auf die Regionen Schymkent, Aqtöbe und Atyrau konzentriert, wo es insgesamt schon 500 Fälle gegeben hat. Als Konsequenz hat Peking seine Bürger, die sich in Kasachstan aufhalten, dazu aufgerufen, sämtliche Sicherheitsmaßnahmen zu berücksichtigen.

Dazu zählt: das Haus so wenig wie möglich, zu verlassen, das Zuhause gut zu lüften, Masken zu tragen und sich regelmäßig die Hände zu waschen. Kasachstan hingegen streitet diese Informationen ab und beschuldigt China, falsche Informationen zu verbreiten.

Von Martin Gerst

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