Studie deckt auf: E-Zigaretten helfen nicht dabei, sich das Rauchen abzugewöhnen

Viele Raucher:innen greifen auf die E-Zigarette zurück, um mit dem Tabakrauchen aufzuhören. Eine neue US-Studie setzt sich damit auseinander und bringt überraschende Ergebnisse.

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Die Erfindung der E-Zigarette ist bei vielen Raucher:innen mit der Hoffnung einhergegangen, ihr Laster in einer leichten Übergangsphase ablegen zu können. Doch eine neue US-Studie zeigt, dass dies gar nicht der Fall ist.

Dass die E-Zigarette nicht so ungefährlich ist, wie zu Beginn vermarktet, ist wahrscheinlich schon den meisten klar. Erst zuletzt sorgt die E-Zigarette für schlechte Nachrichten, dass das regelmäßige Vapen bei jungen Menschen oftmals mit Essstörungen einhergeht. Aber dass sie gar nicht wirklich dabei helfen, mit dem Rauchen aufzuhören, macht ihre Existenz eher fraglich.

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E-Zigarette: Bringt sie etwas beim Rauchentzug? Zac Gnadinger@Pixabay

Häufiger rückfällig mit E-Zigarette

Eine neue US-Studie - im Fachmagazin Jama veröffentlicht - im Auftrag des National Institutes of Health (NIH) und der Food and Drug Administration (FDA) setzt sich mit der Frage auseinander, wie häufig Raucher:innen mit E-Zigaretten oder ohne Hilfsmittel rückfällig werden.

Die Ergebnisse sind überraschend und eher ernüchternd. Während viele Raucher:innen eher mit dem Glauben an ein erleichtertes Aufgeben ihres gesundheitsschädlichen Lasters glauben, stellt sich heraus, dass Raucher:innen ohne Hilfsmittel - mit kaltem Entzug - langfristig weniger rückfällig werden, als Raucher:innen, die sich mithilfe von E-Zigaretten das Rauchen abgewöhnen wollen.

An der Studie des Moores Cancer Centers in San Diego werden Stichproben von über 13.000 Raucher:innen untersucht sowie ihr Rauchverhalten in einem Zeitraum von zwei Jahren, wie der Spiegel berichtet.

Dabei stellt sich heraus, dass Raucher:innen, die mithilfe einer E-Zigarette das Rauchen aufhören wollen, ein um 8,5 Prozent höheres Risiko haben, mit dem Rauchen aufzuhören, als jene ohne Hilfsmittel, so die Bild.

E-Zigarette in Verbindung mit Entzugstherapie?

Doch ist diese Studie nicht ganz ohne Kritik, denn es wird eingeräumt, dass Raucher:innen, die zum Entwöhnen zu einer E-Zigarette greifen, meist eine höhere Abhängigkeit haben. Damit seien diese von Haus aus anfälliger, rückfällig zu werden.

Zudem zeigt eine andere Studie zu diesem Thema, so der Spiegel, dass E-Zigaretten, die selbst gekauft werden, nichts beim Entzug helfen. Erst, wenn sie als Therapeutikum eingesetzt werden und verschrieben sowie zur Verfügung gestellt werden und im Idealfall auch mit einer Therapie einhergehen, könnten sie bei der Abstinenz helfen.

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