16-Jährige verbringt 13 Stunden am Handy: Dann merkt sie plötzlich, was los ist

Ein junges Mädchen verbringt 13 Stunden non-stop an ihrem Handy. Sie kann einfach nicht aufhören, sich mit ihrem Telefon zu beschäftigen - bis sie merkt, was wirklich los ist.

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Smartphone-Sucht wird mittlerweile immer häufiger und am meisten sind Jugendliche davon betroffen. Diese Abhänigkeit vom ständigen Online-Sein und Verfügbarkeit macht sie in leider immer mehr Fällen zu wahren Zombies.

Sie können ohne Handy nicht mehr leben

Mit ihrer Familie reden sie fast nichts mehr - wenn das Handy nicht mehr funktioniert, rasten sie aus. Schlicht und einfach: Sie glauben, sie können ohne Handy nicht mehr leben.

Zudem macht ihnen das Smartphone die Augen kaputt und birgt sogar lebensgefährliche Gefahren in sich, wenn es nicht richtig verwendet wird. Experten sind sich dieses Problems bewusst und haben Tipps zusammengestellt, wie man sich von der Smartphone-Sucht befreien kann.

Größte Gefahr in Südkorea

Dieses Problem ist in Südkorea sehr groß, da es eines der meist vernetzen Länder der Welt ist. Internetzugang haben fast alle Menschen, da ca. 95 Prozent aller Erwachsenen ein Smartphone besitzen. In Südkorea sind um die 20 Prozent der Bevölkerung von Internetabhängigkeit gefährdet.

Mädchen hängt an ihrem Smartphone  mrs@Getty Images

Die CNN berichtet nun von einem Fall, wo dies besonders heftig ist: Eine 16-jährige Schülerin aus Südkorea zieht selbst die Notbremse. Um vier Uhr frühmorgens fällt ihr eines Tages auf, dass sie dreizehn Stunden durchgängig im Internet surft.

Digital Detox

Als sie bemerkt, dass sie sich langsam ihre Realität verschiebt und ihr der ganze Tag wie ein Traum vorkommt, weiß sie, dass etwas nicht in Ordnung mit ihr ist. Es ist, als würde sie sich selbst wachrütteln. So erzählt Chae-rin gegenüber CNN:

Ich hatte das Gefühl, dass mein Realitätssinn nachgelassen hat. Selbst wenn der Tag eigentlich lustig gewesen ist, hat sich alles irgendwie wie ein Traum angefühlt.

Gegenüber CNN sagt Jae-ho, der Vater der 16-jährigen Chae-rin: "Wir reden nicht mehr viel. Jedes Mal, wenn es ums Handy geht, gibt es Streit." Seine Tochter umgeht die Regeln von nur zwei Stunden Handy pro Tag heimlich und steigert ihr Suchtverhalten enorm.

Sie zieht die Notbremse

Sie beschließt mit ihren 16 Jahren von alleine, dass die die Notbremse ziehen muss und meldet sich in einem Detox-Camp an. Dieses ist in Südkorea kostenfrei, man muss nur die Essensgebühr zahlen. Ihr Vater ist erleichtert, denn er hat schon längere Zeit versucht, ihre Sucht mit Handyverboten in den Griff zu bekommen.

Im Detox-Camp geben die Jugendlichen ihr Handy am Eingang her und verbringen den Tag mit Sport, handwerklichen Tätigkeiten, in der Natur, mit Meditation und im Austausch miteinander. Der erste Tag gestaltet sich laut Camp-Direktorin Yoo Soon-duk etwas schwierig, doch danach sieht man die positive Wirkung auf die Jugendlichen.