Olympia: An diese Corona-Regeln müssen sich die Athlet:innen halten

Die Olympischen Spiele in Tokio haben endlich begonnen, doch die Pandemie ist noch lange nicht besiegt. Wie schützen sich die Athlet:innen also vor dem Coronavirus?

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Endlich haben die Olympischen Spiele in Tokio begonnen, wenn auch ein Jahr später als geplant. Doch mit dem Start der Wettkämpfe steigen auch die Fallzahlen wieder.

Bislang mussten acht Athlet:innen infolge eines positiven Covid-Tests von den Wettkämpfen zurücktreten und mit Sicherheit werden sich vor Ende der Olympischen Spiele noch weitere infizieren. Doch welche Sicherheitsvorkehrungen wurden eigentlich getroffen, um die Wettkämpfenden vor dem Virus zu schützen?

Tokio 2020 begann mit einer aufwendigen Eröffnungszeremonie in einem Stadium voller Kameras, jedoch ohne Zuschauer:innen – ein Anblick, der uns in Zeiten der Pandemie nicht ungewohnt ist. Doch dies ist nur eine von vielen Maßnahmen, um die Olympionik:innen vor dem Virus zu schützen.

Ständige COVID-Tests

Schon vor Reiseantritt nach Japan müssen die Teilnehmenden nicht einen, sondern gleich zwei negative PCR-Tests vorweisen. Einen 96 Stunden und einen 72 Stunden vor Abflug.

Am Flughafen mussten alle Teilnehmenden, Mitarbeitenden, Pressevertretende und Coaches dann Spucktests machen. Bei positivem Testergebnis mussten die Personen in Quarantäne.

Außerdem müssen sich die Olympionik:innen eine Kontaktverfolgungs-App installieren, um ihren Bewegungsradius und ihre Kontaktpersonen in Tokio besser ermitteln zu können.

Trotz der hohen Sicherheitsvorkehrungen müssen Teilnehmende jedoch nicht geimpft sein und unabhängig vom Impfstatus gelten für alle dieselben Regeln.

Einschränkungen für Dorf und Hotel

In Tokio müssen die Athlet:innen täglich vor 10:00 Uhr einen PCR-Test machen. Und wenn sie im Olympischen Dorf wohnen, wird bei ihrer Rückkehr jedes Mal die Temperatur gemessen.

Die Athlet:innen teilen sich dieses Jahr zwar auch Zimmer im Dorf, doch für etwas mehr Sicherheit müssen sie sich regelmäßig die Hände desinfizieren und immer eine Maske tragen, außer beim Essen, Schlafen, Trainieren oder bei Wettkämpfen.

Olympionik:innen, die im Hotel wohnen, ist kein Kontakt zu anderen Gästen gestattet und sie müssen rund um die Uhr eine Maske tragen, um sich zu schützen.

@jazminsawyers

Team GB run a tight ship! Here’s how we stay COVID safe at the Team GB prep camp in Japan. Heading into the Olympic village next week!

♬ original sound - Jazmin Sawyers

Während ihres Aufenthalts dürfen die Athlet:innen auch keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen und dürfen nur mit den zur Verfügung gestellten Fahrzeugen zu Veranstaltungsorten fahren.

Wenn sich Wettkämpfende nicht an die Regeln halten, drohen ihnen unterschiedliche Konsequenzen, darunter auch die Disqualifizierung von den Spielen.

Regeln für den Wettkampf

Wenn Athlet:innen bei den Olympischen Spielen 2020 gewinnen, müssen sie sich die Medaillen selbst um den Hals hängen. Nach ihrem letzten Wettkampf müssen Teilnehmende das Land 48 Stunden später verlassen haben.

Darüber hinaus gelten auch einige sportliche Einschränkungen. So soll beispielsweise geklatscht werden, anstatt Teammitgliedern zuzurufen oder zuzujubeln.

Bei einem positiven Covid-Test dürfen Olympionik:innen nicht länger teilnehmen und müssen sich umgehend in Quarantäne begeben. Die Dauer wird von Fall zu Fall bestimmt.

Das IOK hat auch Regeln aufgestellt, die in Kraft treten, sollte jemand bei einem Gruppenwettkampf oder in einer Finalrunde positiv getestet werden. Allgemein gelten jedoch drei Hauptregeln bei allen Spielen:

  1. Athlet:innen werden bei einem positiven Testergebnis nicht disqualifiziert, sondern gelten dann als "Nicht angetreten".
  2. Das Mindestergebnis, das Athlet:innen/Teams erreichen, bevor sie nicht weiter teilnehmen können, wird aufrechterhalten.
  3. Wenn Athlet:innen/Teams nicht antreten können, treten die Nächstbesten an ihre Stelle.