Selbst in kleinsten Mengen: Industriell verarbeitetes Lebensmittel fördert Sterberisiko
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Selbst in kleinsten Mengen: Industriell verarbeitetes Lebensmittel fördert Sterberisiko

Eine amerikanische Forschergruppe schlägt Alarm: Der Konsum von einem bestimmten industriell verarbeitetem Lebensmittel soll das Sterberisiko erhöhen – selbst wenn es nur in sehr kleinen Mengen verzehrt wird.

Seit einiger Zeit macht eine wissenschaftliche Studie nach der anderen deutlich, dass der Konsum von rotem Fleisch negative Auswirkungen auf den Planeten und auch auf die Gesundheit hat. Krebs, erhöhter Cholesterinspiegel, Diabetes, kardiovaskuläre Krankheiten,... Die Anschuldigungen sind zahlreich.

Schon kleinste Mengen schädlich

Eine weiter wissenschaftliche Veröffentlichung liefert nun weitere Informationen: Laut einer amerikanischen Forschergruppe sollen schon sehr kleine Mengen schädlich sein.

"Eine Frage war noch offen: die nach den Auswirkungen auf die Gesundheit von reduziertem Fleischkonsum im Vergleich zu einer fleischfreien Ernährung", erklärt Dr. Saeed Mastour Alshahrani, der Hauptautor der Studie.

Um die Antwort auf diese Frage zu finden, haben die Forscher die Gesundheit und die Ernährungsgewohnheiten von 96.000 Männern und Frauen analysiert, von denen 50 Prozent Vegetarier waren. Die zweite Hälfte konsumierte nur wenig Fleisch.

Das Ende der Flexitarier?

Die Analysen bezogen sich auch auf den Tod von 7.900 Menschen. Von den Fleischkonsumenten aßen 90 Prozent nur ca. 50 Gramm rotes Fleisch pro Tag, also so viel wie eine Scheibe Schinken.

Den Forschern zufolge waren 2.600 dieser Todesfälle auf kardiovaskuläre Krankheiten zurückzuführen, also ca. 33 Prozent. Über 1.800 waren die Folge von Krebserkrankungen. Die Wissenschaftler sehen dies als Beweis dafür, dass man besser gar kein Fleisch konsumieren sollte, als kleine Mengen davon zu essen.

"Unsere Ergebnisse stützen die Studien, die bereits belegen, dass der Konsum von rotem, industriell verarbeitetem Fleisch negative Auswirkungen auf die Gesundheit und die Lebenserwartung hat", schlussfolgert Prof. Michael Orlich, Co-Autor der Studie.

Von Sarah Kirsch

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