Corona-Impfstoff: BioNTech-Chef will mit eigener Impfung warten

Das Thema Corona-Impfung sorgt nach wie vor für Diskussionen. Während die einen es nicht erwarten können, stehen wieder andere einer Impfung kritisch gegenüber. Jetzt verrät der BioNTech-Gründer, dass er selbst auch noch nicht geimpft ist.

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Der Impfstoff des Mainzer Biotechnologieunternehmens BioNTech ist einer der ersten Hoffnungsträger in der aktuellen Corona-Pandemie. Viele können es nicht erwarten, dass die Corona-Impfstoffe in Deutschland endlich zugelassen werden, damit wir zur Normalität zurückkehren können. Warum BioNTech-Chef Uğur Şahin selbst noch nicht geimpft ist, erklärt er im Interview mit N-TV.

Erste Impfungen im Vereinigten Königreich

Am 2. Dezember erhielt der BioNTech-Impfstoff als erster weltweit im Vereinigten Königreich die Sonderzulassung und schon am Montag konnte in speziell dafür eingerichteten Impfzentren mit den Impfungen begonnen werden.

Jetzt wartet man darauf, dass der Impfstoff auch in Deutschland zugelassen wird. Davon nimmt sich auch BioNTech-Chef Uğur Şahin nicht aus. Gegenüber N-TV erklärt er, dass er wie alle anderen abwarte, bis die Zulassung für Deutschland da sei und dann natürlich den bedürftigsten Personengruppen Vortritt lasse:

Falls wir eine Möglichkeit haben, Mitarbeiter zu impfen, weil sie eine systemrelevante Arbeit leisten, dann würden wir das natürlich sehr schnell und sehr gerne machen.

Genug Impfungen für alle

Doch obwohl die Briten noch dieses Jahr knapp 4 Millionen Impfdosen bekommen sollen, gibt es wohl keinen Grund zur Sorge, dass für andere Länder nicht mehr genug übrigbleibt, wie Şahin erklärt.

Sobald die Zulassung der Europäischen Arzneimittel-Agentur vorliege, könne das Unternehmen laut BioNTech-Gründer mit der Auslieferung des Impfstoffes in die EU beginnen.

Weitere Zulassungen nötig

Nichtsdestotrotz ist es Uğur Şahin zufolge wichtig, dass auch andere Unternehmen eine Zulassung für ihre Impfstoffe bekommen, damit wir schnellstmöglich zur Normalität zurückkehren können.

Wenn dann alles wie geplant klappt, geht der Mediziner davon aus, dass bis zum Sommer rund 60 bis 70 Prozent der Menschen mithilfe von Impfungen immunisiert werden können.