Belgische Forscher wissen, wo im Körper sich der AIDS-Virus versteckt

Belgische Forscher wissen, wo im Körper sich der AIDS-Virus versteckt

Belgische Forscher haben eine bahnbrechende Entdeckung in der AIDS-Forschung gemacht: Sie haben herausgefunden, wo sich der Virus versteckt, wenn er mit Anti-HIV-Medikamenten bekämpft wird.

Schätzungen zufolge sind weltweit 37,9 Millionen Menschen vom HIV-Virus betroffen. Zwar gilt AIDS heute nicht mehr als tödliche Krankheit, sondern als chronische Erkrankung, aber der Virus ist noch immer etwas, wovon man sich nie mehr befreien kann. Erkrankte Menschen haben nur eine Hoffnung – sie können ein Medikament nehmen, das es ermöglicht, "den Virus ihr ganzes Leben lang unter Kontrolle zu halten."

Die Nachrichten um eine Heilung von AIDS-Patienten ist daher umso beeindruckender. Auch kürzlich wurde ein Engländer gänzlich gesund, obwohl dies nach den heutigen medizinischen Fortschritten nicht möglich ist.

Wie die Forscher der Universität Gand in Belgien erläutern, ist das Problem dabei, dass "das Immunsystem dennoch krank ist", auch wenn man Medikamente nimmt. "Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs ist bei HIV-positiven Menschen höher", denn es bleiben "Virenherde" bestehen. Man kann also leicht verstehen, warum es überaus wichtig ist, den Virus vollkommen zu eliminieren. Bislang war dies unmöglich, denn man wusste nicht, wo sich die Überreste der Viren befinden.

Ein erster Schritt in Richtung Heilung?

Eine neue Entdeckung der Forscher der Universität Gand in Belgien wird nun vielleicht die Lage ändern. Sie haben herausgefunden, wo sich der Virus versteckt, wenn er mit Anti-HIV-Medikamenten bekämpft wird. Bislang war dies noch unbekannt. Dazu haben sie die Viren im Körper von elf freiwilligen Patienten analysiert, die ihre Behandlung zeitweise unterbrachen, um die AIDS-Erkrankung wieder in Erscheinung treten zu lassen.

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Der HI-Virus versteckt sich in spezifischen Immunzellen des Körpers und entgeht so dem Radar des Medikaments. Wenn der Patient die Einnahme von HIV-Hemmern unterbricht, kann der Virus aus diesen Zellen heraustreten und sich wieder vermehren.

Dazu haben sie die Viren im Körper von elf freiwilligen Patienten analysiert, die ihre Behandlung zeitweise unterbrachen, um die AIDS-Erkrankung wieder in Erscheinung treten zu lassen.

"Unsere Studie zeigt, dass anders als bisher angenommen die Immunzellen, die sich häufig teilen, mitverantwortlich für die Virenreservoirs sind." Dies ist eine entscheidende Erkenntnis, die ein erster Schritt in Richtung der Heilung von AIDS sein könnte.

Maximilian Vogel
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