"Augenrollen und gestörtes Sichtfeld": 23-Jährige erlebt ungewöhnliche Corona-Komplikation

Corona kann jungen Menschen nichts anhaben, richtig? Falsch! Eine 23-Jährige leidet auch Wochen nach ihrer Covid-Infektion noch an schweren und ungewöhnlichen Spätfolgen. Ihre Message: Corona darf nicht unterschätzt werden!

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Der Fall von Shelby Ponder zeigt, dass Menschen jeden Alters das Coronavirus und vor allem die dadurch ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 ernst nehmen sollten. Trotz ihrer jungen 23 Jahre erlebt Shelby mehrere quälende Wochen, in denen das Virus sie fest im Griff hat.

Nach zwei Wochen Fieber zum Arzt

Zunächst denkt sie, dass es sich bei den Symptomen, unter denen sie plötzlich leidet, lediglich um eine Entzündung im Hals handelt. Doch als sie zwei Wochen mit schlimmen Fieberzuständen ans Bett gefesselt ist, entscheidet sie sich, einen Arzt aufzusuchen.

Allerdings kann auch der Mediziner nichts Ungewöhnliches feststellen. Shelby wird negativ auf verschiedenste Viren getestet, inklusive Corona. Doch ihr Zustand verschlechtert sich trotzdem. Gegenüber Today erzählt sie:

Es hat einfach nicht aufgehört. Ich war fast komatös. Ich habe rund um die Uhr geschlafen, gerade lange genug wach, um zu essen und zu duschen.
Frau weiß lange Zeit nicht, dass sie eigentlich an Spätfolgen von Covid-19 leidet, bis sie die Schmerzen nicht mehr erträgt. Anna Shvets@Pexels

Mysteriöse Symptome

Zusätzlich zu den Schlafproblemen, die sich negativ auf ihren generellen Gesundheitszustand ausgewirkt haben, leidet Shelby plötzlich auch noch unter anderen ungewöhnlicheren Symptomen. Sie fährt fort:

Mein ganze Sicht begann zu verschwimmen, die Ärzte beschrieben es später als Nystagmus. Meine Augen haben sichtbar auf und ab und links und rechts gewackelt und das gleiche passierte mit meinem Sichtfeld.

Corona-Betroffene appelliert an Mitmenschen

Schon seit Längerem ist bekannt, dass Covid-19-Patienten auch lange nach der eigentlichen Erkrankung noch unter neurologischen Symptomen leiden. Dazu zählen neben Shelbys Erscheinungen auch Kopfschmerzen und Schäden im Gehirn. Im Interview gibt sie den Grund bekannt, warum sie nun mit ihrer Geschichte and die Öffentlichkeit geht:

Wir können nicht sicher davon ausgehen, dass, nur weil du keine alte Person bist oder keine Vorerkrankungen hast, dies bedeutet, dass du keine verheerenden Erfahrungen mit COVID machen könntest.

Zwar hoffe sie, dass ihre Erfahrungen nur die Ausnahme bleiben werde, doch angesichts steigender absoluter Fallzahlen, nimmt auch die Anzahl extrem verlaufender Corona-Erkrankungen zu. Deswegen ist Shelbys Appell wichtiger denn je: Egal zu welcher Altersgruppe wir gehören, das Virus kann uns alle treffen.