AstraZeneca-Stopp für unter 60-jährige: Was passiert jetzt mit den Zweitimpfungen?

Seit Kurzem wird der Impfstoff von AstraZeneca in Deutschland nur noch für Menschen am 60 Jahren empfohlen. Doch was passiert mit den jüngeren, die bis jetzt nur ihre erste Impfung erhalten haben?

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Wegen Verdachts auf gefährliche Impf-Nebenwirkungen pausiert Deutschland vor einigen Wochen Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff für einige Tage, wie auch andere europäische Länder.

Viele Menschen haben ihre erste von zwei Spritzen bereits erhalten, doch nun soll der Impfstoff aufgrund der zu hohen Risiken für jüngere nur noch an Menschen über 60 verabreicht werden.

Zweite Spritze mit anderem Impfstoff?

Laut Gesundheitsminister Jens Spahn haben bereits 2,2 Millionen Menschen unter 60 Jahren die erste AstraZeneca-Spritze erhalten, wie die Bild berichtet. Was bedeutet diese neue Empfehlung nun für sie alle?

Spahn gibt zwei Möglichkeiten vor. Die Betroffenen können auf die Empfehlung der StiKo warten, die Ende April bekanntgegeben werden soll, oder sich auf eigenes Risiko ein zweites Mal AstraZeneca spritzen lassen.

Für diese Entscheidung kann man sich wohl zumindest etwas Zeit lassen, da das Impf-Intervall bei diesem Impfstoff auf bis zu zwölf Wochen ausgeweitet werden kann.

Das Paul-Ehrlich-Institut arbeite demnach an Studien, die die Vermischung von Erst- und Zweit-Impfung mit unterschiedlichen Vakzinen untersuchen sollen.

Plötzlicher Stopp für unter 60-jährige

Noch vor wenigen Wochen lautet die allgemeine Empfehlung, nur Menschen bis 64 Jahre mit dem AstraZeneca-Vakzin zu impfen. Sogar eine Studie zur Wirksamkeit des Impfstoffes bei Kindern war in Planung.

Doch in den letzten Tagen beschließen nun zuerst einige deutsche Kliniken, schließlich mehrere Bundesländer den Komplett-Stopp von Impfungen bei unter 60-jährigen.

Angela Merkel weiß, dass dieser Richtungswechsel beim Volk Verunsicherung hervorrufen muss, verteidigt aber laut Bild-Informationen diese Entscheidung, da die Alternative darin gelegen hätte, etwas zu vertuschen.

Die Kanzlerin selbst ist mit dem Verlauf der letzten Wochen nicht zufrieden. So hat sie nach dem Rückruf der kurzfristig beschlossenen Oster-Ruhetage nun scheinbar einen neuen Plan, um bald härter durchzugreifen als je zuvor.