Affenpocken: Was du tun solltest, wenn du vermutest, dich angesteckt zu haben

Die WHO behandelt den Ausbruch von Affenpocken mit hoher Priorität, obwohl das Risiko für die Allgemeinheit gering sein soll.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet auf seiner Internetseite am 1. Juni 2022 schon 44 Affenpockenfälle in Deutschland. Die WHO berichtet von 550 Affenpocken Fällen in schon 30 Ländern. Obwohl das Risiko für die Öffentlichkeit gering sein soll, neigen die Infizierten dazu, schwer zu erkranken.

Affenpocken-Virus

Affenpocken sind ein seltenes Virus aus der gleichen Familie wie die Pocken. Sieben bis 21 Tage nach der Infektion können folgende Symptome erscheinen: Hohes Fieber, Kopf, Muskel- und Gelenkschmerzen, geschwollene Lymphknoten und ein oft schmerzhafter Ausschlag, erklärt die deutsche Aidshilfe. Diese Ausschläge, die oft im Gesicht oder im Genitalbereich beginnen, breiten sich nach einiger Zeit am ganzen Körper aus. Zu erst treten sie als Flecken auf, entwickeln sich dann aber zu flüssigkeitsgefüllten Blasen.

Bei den meisten Menschen klingen diese Symptome innerhalb von zwei bis vier Wochen ab. Die Krankheit verläuft in der Regel mild und führt nur selten zu Todesfällen - bei dem aktuellen Ausbruch wurden keine Todesfälle gemeldet. Dr. Michael Skinner, Dozent für Virologie am Imperial College London, sagt zum Science Media Center:

Die Affenpocken scheinen sich nur durch engen Kontakt zu verbreiten. Wir haben Infektionen von engen Familien- oder Haushaltsmitgliedern und Pflegepersonal in Krankenhäusern beobachtet. Je nach Infektionsstadium kann es wahrscheinlich zu einer Übertragung über die Atemwege kommen.

Er fügt hinzu, dass das Virus auch durch direkten Kontakt mit Läsionen übertragen werden kann. Das Virus könne nämlich später über den Mund in den Körper gelangen.

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Affenpocken: Was du tun solltest, wenn du vermutest, dass du das Virus haben könntest DBenitostock@Getty Images

Was du tun solltest

Die Weltgesundheitsorganisation hat den aktuellen Ausbruch als "eindämmbar" und mit geringem Risiko für die Öffentlichkeit bezeichnet. Die meisten der in Europa aufgetretenen Fälle wurden bei Männern festgestellt, die Sex mit Männern haben, aber Gesundheitsbehörden sagen, dass es ungenau sei, den Virus als Geschlechtskrankheit zu bezeichnen.

Die UKHSA rät der Öffentlichkeit, auf neue Hautausschläge oder Läsionen am Körper zu achten. Die leitende medizinische Beraterin Dr. Susan Hopkins, sagt gegenüber dem The Independent:

Wenn jemand den Verdacht hat, dass er Ausschläge oder Läsionen an irgendeinem Teil seines Körpers hat, insbesondere wenn er kürzlich einen neuen Sexualpartner hatte, sollte er den Kontakt mit anderen einschränken und sich so schnell wie möglich an einen örtlichen Dienst für sexuelle Gesundheit wenden, aber bitte vorher anrufen, bevor er persönlich erscheint.

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Aus dem Englischen übersetzt von Ohmymag UK

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