Er entkommt dem Tod nur ganz knapp: Welche Schäden Wattestäbchen anrichten kann, ist unfassbar!

Er entkommt dem Tod nur ganz knapp: Welche Schäden Wattestäbchen anrichten kann, ist unfassbar!

Mittlerweile ist bereits bekannt, dass es schlecht ist, Wattestäbchen zu benutzen, um seine Ohren zu reinigen. Nicht nur produziert man damit übermäßig Müll, sondern kann die falsche Benutzung auch gefährlich werden. Dieser 31-jährige Mann wird nach den gesundheitlichen Folgen, die die Benutzung der kleinen Helferlein entstehen, sicher nie wieder Wattestäbchen benutzen... 

Und wenn das Wattestäbchen unser größter Feind geworden ist? Wir wussten ja bereits, dass es ein Risiko für unsere Kanalisationen darstellt und zu den größten Verschmutzungsfaktoren für unsere Ozeane gehört (übrigens sollen in ganz Europa ab 2021 infolge eines EU-Beschlusses von 2018 Wattestäbchen verboten werden). Noch dazu ist es nicht gerade der beste Freund von unseren Ohren. Nun erfahren wir in einem Artikel, der in der Zeitschrift BMJ Case Reports veröffentlicht wurde, auch noch, dass es sogar unser Leben in Gefahr bringen kann! Hier kommen genauere Erklärungen.

Krämpfe und Schmerzen im Ohr

Als ein 31-jähriger Mann in die Notaufnahme der Universitätsklinik von Coventry (England) gebracht wird, leidet er unter Krämpfen, Kopfschmerzen und Übelkeit. Aus seinem linken Ohr fließt eine Flüssigkeit. Beim Lesen seiner Akte finden die Ärzte heraus, dass der Patient seit fünf Jahren unter einem gelegentlich auftretenden Schmerz im linken Ohr leidet und sein Hörvermögen abgenommen hat.

Sein Hausarzt hatte diese Symptome als Anzeichen einer Mittelohrentzündung interpretiert und Antibiotika dagegen verschrieben. Laut der Daily Mail hatte der 31-Jährige in den Tagen zuvor bereits Schwierigkeiten gehabt, sich an die Namen von Menschen zu erinnern, die ihm nahestehen, und musste sich übergeben.

Der Patient hat kein Fieber, aber seine Wahrnehmungsstörungen sind so schwerwiegend, dass die Ärzte ihn genauer untersuchen. Was sie dann entdecken, überrascht sie und bewegt uns direkt dazu, über eine schnelle Veränderung bestimmter Gewohnheiten nachzudenken.

Eine "nekrotisierende Außenohrentzündung"

Um eine Meningitis des Gehirns zu vermeiden, die tödlich enden kann, verschreiben ihm die Ärzte Antibiotika und röntgen ihn. Bei dieser Untersuchung finden sie zwei Abszesse im Schädel. Der Mann wird daraufhin unter Narkose gesetzt, damit die Ärzte seinen Gehörgang untersuchen können.

Im medizinischen Bericht heißt es, dass dieser "entzündet und mit Resten [von Wattestäbchen] gefüllt" ist. Die Anwesenheit dieses Fremdkörpers hat die Infektion ausgelöst. Diese hat sich dann bis zum Schädelknochen und der Hirnhaut ausgedehnt. Die Ärzte denken, dass das Stück Watte fünf Jahre lang im Ohr feststeckte (in dieser Zeit traten die ersten Symptome auf), und diagnostizieren eine "nekrotisierende Außenohrentzündung".

Normalerweise wird diese Art von Infektionen von einer Bakterie ausgelöst und trifft den Gehörgang, den nahegelegensten Knochen und, im vorliegenden Fall, das Gewebe, das sich im Schädel befindet. Das Gehirn ist davon nicht betroffen.

Glücklicherweise genesen 

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Die Ärzte, die den Mann untersucht haben, vermerken in ihrem Bericht, dass ein Stück Watte, das im Ohr feststeckt, "eine häufige Ursache für Infektionen und Verletzungen ist, aber eine solche Infektion wurde noch nie zuvor beobachtet."

Nachdem sie das Stück Watte entfernt haben, verabreichen die Ärzte dem Patienten eine Woche lang intravenös Antibiotika und verschreiben ihm eine Behandlung über weitere acht Wochen, nach der er das Krankenhaus verlassen kann. Der Brite ist zehn Wochen nach seiner Ankunft in der Notaufnahme wieder vollkommen gesund.

Sarah Kirsch
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