Wie Fitnesstracker den Puls von Bananen und anderen Dingen messen

Wie Fitnesstracker den Puls von Bananen und anderen Dingen messen

Derzeit machen kuriose Bilder in den sozialen Netzwerken die Runde: Fitnessarmbänder, die um alltägliche Gegenstände gewickelt werden, um deren Puls zu messen. Doch was hat es damit auf sich?

Es ist ein Phänomen, auf das die chinesische Seite Abacus als erstes aufmerksam wird: Mitarbeiter entdecken, dass ein Fitnesstracker, im konkreten Fall einer der Marke Xiaomi, wohl nicht nur den menschlichen Puls messen kann - sondern auch den von Banane, Kaffeetasse und Co. 

Deutsches Technik-Portal stellt das Experiment nach  

Weil die Sache belustigend und kurios gleichermaßen ist, wird auch das deutsche Technik-Portal Techbook auf die Bilder auf China aufmerksam. Mitarbeiter wollen wissen, ob auch deutsche Alltagsgegenstände einen Puls vorweisen können und testen diese Gegebenheit mithilfe des Fitnesstrackers „Garmin Vivoactive 3“. Als Testobjekte werden eine Klopapierrolle, eine Kaffeetasse und eine Banane ausgesucht. Und dann heißt es: Auf die Plätze, fertig, messen!

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Test erfolgreich bestanden 

Um den Puls der besagten Gegenstände vergleichen zu können, wird zunächst der eines Menschen gemessen. Der Ruhepuls des menschlichen Probanden liegt bei 75. Jetzt ist die Banane dran. Hier geht die Messung am schnellsten und erzielt 84 Schläge pro Minute. Die Kaffeetasse hingegen scheint etwas aufgeregter zu sein: Hier liegt der Höchstwert bei 95 Schlägen pro Minute. Die Klopapierrolle allerdings schlägt seine Mit-Probanden in puncto „Lebendigkeit“ deutlich: Stolze 105 Schläge pro Minute zeigt hier das Fitnessarmband an. 

Und so kommt es zu dem Phänomen

Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, wie die Fitnessarmbänder arbeiten. Auf der Unterseite des Ziffernblatts befinden sich grüne Lichter. Grünes Licht wird vom menschlichen Blut absorbiert. Je schneller demnach das Blut fließt, desto mehr Licht wird also absorbiert. Auf diese Weise können die Fitnesstracker also den Puls errechnen. Die Marke Xiaomi erklärte dem Portal Abacus gegenüber, dass Gegenstände das grüne Licht so reflektieren können, dass der Sensor getäuscht wird und es deshalb zu einer erfolgreichen Messung kommt. Diese Erklärung konnten Biomedizintechniker dem Portal ebenfalls bestätigten.

• Maximilian Kunze
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