Pflanzliche Burger: Sind die verarbeiteten Lebensmittel wirklich besser für unsere Gesundheit?

Angesichts der Umweltbelastung hat Fleischersatz schon etwas für sich. Aber ist diese hochgradig verarbeitete Nahrung auch wirklich gut für unsere Gesundheit?

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In Großbritannien hat sich die Zahl veganer Menschen in den letzten fünf Jahren vervierfacht. Fast ein Viertel der neu auf den Markt gebrachten Lebensmittel beruht auf pflanzlicher Basis. Immer mehr Menschen scheinen also von Fleisch nichts mehr wissen zu wollen.

Der vegane Hype

Laut den Vereinten Nationen könnte eine Umstellung auf veganes Essen unsere Kohlendioxidemissionen deutlich senken. Da zudem nicht-vegane Menschen weniger Fleisch konsumieren wollen, sind jetzt fleischlose Speisen in Supermärkten, Kneipen, Restaurants und sogar Imbissbuden leicht zu haben.

2018 sind 92 % der fleischlosen Gerichte von nicht-veganen Personen verspeist worden. Trotz der oft fantasievollen veganen Gerichte warnt die Forschung, dass der steigende Prozentsatz von hochgradig verarbeitetem Fleischersatz für unsere Gesundheit nicht förderlich ist.

Nur ein Teil der Wahrheit

Die hier oft die Dutzend übertreffenden Inhaltsstoffe werden, absatzsteigernd, als gesund etikettiert, das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Dr. Giles Yeo, Stoffwechselforscher an der Universität Cambridge, sagt hierzu dem britischen Telegraph:

Du kannst dich ganz leicht vegan ungesund ernähren.

Analysen haben zudem ergeben, dass Fleischersätze oft doppelt so salzig sind wie ihre Fleischvorbilder, manchmal sogar salziger als Meerwasser.

Innerhalb der letzten fünf Jahre hat sich jedenfalls die Herstellung von Fleischersatz verdoppelt. Diese immer hochgradig verarbeitete Nahrung stellt für die Gesundheitsbehörden einen ernsten Grund zur Besorgnis dar.

Viele der Inhaltsstoffe haben mit herkömmlicher Ernährung nichts zu tun. Laut jüngerer Forschungen sinkt bei Menschen, die sich mit hochgradig verarbeiteter Nahrung ernähren, die Lebenserwartung deutlich. Neben anderen Erkrankungen sind hier Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Diabetes, Depressionen und Herzkrankheiten aufgefallen.