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Zum ersten Mal wurde eine Gruppe Orcas in der Straße von Messina, in Italien, gesichtet

In der Straße von Messina, zwischen Kalabrien und Sizilien, wurden kürzlich drei Orcas gesehen. Laut der Biologin Clara Monaco vom Marecamp ist es das allererste Mal.

Laut den Biologen handelt es sich um eine Premiere: Ende Dezember wird in der Straße von Messina eine Gruppe von drei Orcas gesichtet. Der Biologin Clara Monaco vom Verband Marecamp zufolge haben die Säugetiere "800 Kilometer in einer Woche zurückgelegt."

Eine Premiere

Der 25-jährige Sportfischer Simone Vartuli entdeckt die Orcas als erster am 27. Dezember, als er mit seinem Boot in der Meerenge unterwegs ist: "Erst hatte ich Angst, weil es so große Tiere sind, aber ich verbrachte fast eine Stunde mit ihnen und zum Schluss kam ich bestimmt auf einen Meter an sie heran", berichtet der Mann gegenüber der französischen Presseagentur AFP.

Aber was treibt die drei Vertreter dieser bedrohten Art dazu, ihre gewohnten und kälteren Gefilde zu verlassen? "Wir wissen nicht, ob sie auf der Suche nach Nahrung in Richtung Sizilien unterwegs waren, um von dort zur Straße von Gibraltar und nach Island weiterzuziehen", erklärt die Clara Monaco. Der Biologin zufolge ist es das erste Mal, das Orcas in dieser Meerenge gesichtet wurden.

Ein Auftauchen, das für Probleme sorgt

Doch die Ankunft der Orcas an der italienischen Küste ruft mehrere Probleme hervor. "Der starke Schiffsverkehr in dieser Region" verstärkt die Wahrscheinlichkeit eines Treffens und somit auch "das Risiko eines Zusammenstoßes mit den Schiffen". Nicht immer ist jemand in der Nähe, der die Tiere retten kann. Hinzukommt, dass die Orcas sehr nervöse Tiere sind. "Wenn jemand die Tiere sieht, muss sofort die Küstenwache informiert werden", warnt Clara Monaco.

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Orcas gehören neben Zwergwalen, Walen und den Großen Tümmlern zu einigen der vom Aussterben bedrohten Lebewesen im Mittelmeer. Sie werden aus Versehen mitgefischt und durch den zunehmenden Tourismus, den Lärm, der durch das Schürfen nach Erdöl verursacht wird und vieles mehr aus dieser Region verdrängt.

Von Simone Haug
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