Ricke oder Hirschkuh? So könnt ihr die beiden unterschiedlichen Tiere auseinanderhalten
Ricke oder Hirschkuh? So könnt ihr die beiden unterschiedlichen Tiere auseinanderhalten
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So lässt sich eine Ricke von der Hirschkuh unterscheiden

Von Maximilian Vogel

Sehr viele Menschen verwechseln zwei verschiedene Tiere: die Ricke und die Hirschkuh. Wie kann man die beiden denn auseinanderhalten und was unterscheidet die beiden? Wir erklären euch alles, was man hierzu wissen muss.

Auf den ersten Blick möchte man meinen, dass sie sich sehr ähnlich sehen. Schaut man sie aber etwas besser an, sehen sie sich dann doch nicht mehr so ähnlich.

Es geht hier um zwei deutlich verschiedene Tiere: Die Hirschkuh und das Reh. Oder eher die Rehgeiß beziehungsweise Ricke. Keinen Grund zur Panik, wir werden nichts auslassen.

Wie unterscheidet sich eine Ricke von einer Hirschkuh?

Rufen wir zunächst ein paar grundlegende Dinge in Erinnerung. Die Hirschkuh ist das Weibchen des Rothirschen (Cervus elaphus), eines großen Hirschen, der durch viele Wälder streift, wenn diese nur ausreichend dicht sind und selten von Straßen durchkreuzt werden.

Die Ricke ist das Weibchen des Rehs (Capreolus capreolus). Hierbei handelt es sich auch um einen Hirschen, der in vielen Wäldern Mitteleuropas lebt und eher gesichtet wird. Zudem werden Hirsche durch Fütterung im Wald immer zutraulicher - dies sollte jedoch unbedingt vermieden werden!

Wie kann man sich aber erklären, dass diese verschiedenen Tiere so leicht verwechselt werden können? Das liegt einfach nur an ungeschärften Augen! Denn in der Regel sehen die meisten hier jeweils nur ein vierbeiniges Säugetier mit beigem Fell. Wie sollen dann hier Unterschiede wahrgenommen werden können?

Hirschkuh  Diana Parkhouse@Unsplash

Klare Unterscheidungsmerkmale zwischen den beiden Arten

Da dem so ist, begeben wir uns jetzt zusammen auf die Suche nach deren jeweiligen Merkmalen, um sie dann nie wieder zu verwechseln. Bei beiden Arten trägt das Weibchen kein Geweih, im Gegensatz zu den Männchen (Reh und Hirsch).

Diese tragen nämlich einen oft beeindruckenden Schmuck auf ihrem Kopf (außer in der Zeit des Geweihverlusts, beim Hirschen zum Ende des Winters und beim Reh zwischen Oktober und November).

Die Ricke ist deutlich kleiner als die Hirschkuh. Am Widerrist, sozusagen auf der Schulter, misst die Ricke selten mehr als 75 Zentimeter, während die Hirschkuh dort leicht einen Meter an Höhe erreicht.

Der Unterschied zwischen den beiden macht sich auch am Gewicht bemerkbar. Die Ricke bringt zwischen 20 und 25 Kilo auf die Waage, eine Hirschkuh kann bis zu 100 Kilogramm wiegen! Das erste Unterscheidungsmerkmal zwischen den beiden ist also die Größe.

Ricke Aaron J Hill@Pexels

Die Profile von Hirschkuh und Ricke

Aber kommen wir jetzt zu anderen Merkmalen. Im Profil sieht die Silhouette einer Ricke deutlich anders aus als die einer Hirschkuh. Die Ricke hat eine viel kürzere Schnauze, die oft einen dunklen Fleck aufweist.

Bei der Hirschkuh fällt dagegen ihre lange und breite Schnauze auf, die von derselben Farbe wie ihr Fell ist. Die Schnauze der Hirschkuh ist auch viel ausgeprägter und massiver.

Unterschiede in Lebensraum und Verhalten

Zu guter Letzt darf man auch nicht vergessen, dass Rehe und Rothirsche nicht genau denselben Lebensraum haben. Mögen beide zwar die Deckung und den Wald, zögern Rehe jedoch nicht damit, auf offenem Feld herumzuspazieren, wie auf Ackerflächen und bestellten Feldern.

Im Gegensatz dazu sind Rothirsche sehr viel vorsichtiger und wagen sich viel seltener ins Umland von Städten. Wir möchten euch dazu einladen, mehr dazu in unserem Video zu entdecken, damit ihr nie wieder diese beiden Waldtiere durcheinander bringt! Denn selbst ein geübter Jäger verwechselt hier ein Reh, doch nicht mit der Hirschkuh, sondern einem ganz anderen Tier.


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