Forscher finden heraus, warum das Essen im Flugzeug oft nicht schmeckt
Forscher finden heraus, warum das Essen im Flugzeug oft nicht schmeckt
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Forscher finden heraus, warum das Essen im Flugzeug oft nicht schmeckt

Das Essen während eines Fluges bleibt den meisten von uns oft in schlechter Erinnerung. Flugzeugessen wird allgemein als schlecht bezeichnet. Doch in Wirklichkeit gibt es eine wissenschaftliche Erklärung für dieses Phänomen.

Egal ob lieblos zusammengestellte Sandwiches oder lauwarmes Kartoffelpüree: So richtig schmackhaft ist Flugzeugessen nicht unbedingt. Forscher der Cornell University haben herausgefunden, warum dies so oft der Fall ist.

Zwei Geschmacksrichtungen besonders betroffen

Laut der Wissenschaftler ist der schlechte Geschmack nicht auf die Herstellung der Speisen zurückzuführen, sondern der Lärm des Flugzeugs soll schuld an der verdorbenen Gaumenfreude sein.

Unsere Studie bestätigt, dass eine lärmintensive Umgebung unseren Geschmackssinn beeinträchtigt. Interessanterweise ist das besonders bei den Geschmacksrichtungen süß und unami der Fall, wobei der süße Geschmack gehemmt und der umami-Geschmack deutlich verbessert wurde.

Die Ohren sind schuld

48 Studienteilnehmern wurde einmal Essen in einer Umgebung gereicht, die einer typischen Flugzeugkabine ähnelt, und einmal in vollkommener Stille. Die Freiwilligen befanden, dass Tomatensaft (umami) in der lauten Umgebung einen besseren Geschmack hatte.

Desserts aber schnitten weniger gut ab, durch den Lärm schmeckten diese weniger intensiv und zuckrig. Die Forscher vermuten, dass die Chorda tympani im Mittelohr dafür verantwortlich ist. Wir würden sagen: Manchmal liegt es aber auch schon einfach am Essen.

Von Simone Haug
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