Das "Tor zur Unterwelt" fordert tausende Leben: Ein Forscher findet des Rätsels Lösung

Im Tempel von Hierapolis, einer antiken griechischen Stadt, die heute zur Türkei gehört, soll sich angeblich das "Tor zur Unterwelt" befinden. Der Grund für die mysteriösen Todesfälle, die sich dort vor langer Zeit ereigneten und vor allem Tiere betrafen, ist heute jedoch kein Rätsel mehr.

Das Plutonion war damals mit Sicherheit ein Ort des Schreckens: Opfertiere fanden den Tod im Tempel damals nicht durch die Hand von Menschen, sondern starben augenscheinlich ohne jegliche Außeneinwirkung. Den Priestern, die sich ganz in der Nähe befanden, passierte jedoch nichts.

Der deutsche Vulkanologe Hardy Pfanz von der Universität Duisburg-Essen ist dem Phänomen auf den Grund gegangen undkonnte für die Geschehnisse eine plausible Erklärung finden.

Die Tiere fallen einfach von alleine tot um

Der griechische Historiker Strabo schreibt bereits in der Antike über das geheimnisvolle Tor, dessen Betreten für einige Lebewesen fast unverzüglich den sicheren Tod bedeutet:

Dieser Raum ist voller Nebel, so dunstig und dicht, dass man den Boden kaum sehen kann. Jedes Tier, das [die Höhle] passiert, trifft der sofortige Tod.

Die schaurige Legende des Tors zur Unterwelt war geboren. Dr. Hardy Pfanz erklärt Travelbook die damalige Denkweise der Menschen mit folgenden Worten:

Das geht auf die Sage zurück, dass Kerberus, der Höllenhund, der die Unterwelt bewachte, einen tödlichen Atem habe. So sollte er verhindern, dass Tote wieder in die Welt der Lebenden zurückkommen.

Tatsächlich steckt hinter dem Phänomen aber natürlich etwas ganz anderes.

Hinter dem Rätsel steckt eine tödliche Menge Kohlendioxid

Der Vulkanologe ist sich sicher, dass es innerhalb des Tempels einen Spalt gibt, der vulkanisches Kohlendioxid ausstößt. Messungen konnten beweisen, dass es vor Ort in der Tat ein erhöhtes Aufkommen an Kohlenmonoxid gibt, welches vor allem am frühen Morgen besonders präsent ist. Der BR zitiert ihn mit folgenden Worten:

Hierapolis liegt wie viele andere Heiligtümer und Orakelstätten über tektonischen Störungen. Viele Pluto-Tempel sind über Grotten errichtet, auch die beiden Heiligtümer in Hierapolis. In diese Grotten strömt geogenes Kohlendioxid. Dabei bildet sich je nach Uhrzeit ein bis zu anderthalb Meter hoher, unsichtbarer Gas-See, der tödlich ist. Wir haben nachgewiesen, dass die CO2-Konzentration in den Höhlen zeitweise extrem hoch war, nämlich zwischen 60 und 80 Prozent.

Problematisch für die Tiere sei gewesen, dass sie ihren Kopf nicht hoch genug halten könnten. Das Kohlenstoffdioxid sorgte erst dafür, dass sie ohnmächtig wurden und das Einatmen der hohen Konzentration des CO2 am Boden führte zu ihrem Tod.

Laut Pfanz wussten die Priester um diesen Zustand, nutzten ihn aber für sich aus:

Wollten sie ihre übernatürlichen Kräfte demonstrieren, stellten sie sich auf Steine um die Opfertiere. Die Priester hingegen konnten auf ihrer Position etwa 20 bis 40 Minuten aushalten.

Das Problem scheint heute noch zu bestehen. Laut Science Alert überleben Vögel, die sich dem Eingang nähern, ihre Neugierde nicht.

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