Putian, China: Fast 3 Millionen Menschen wieder im Lockdown

Eine Stadt in China verhängt erneut den Lockdown über Millionen von Menschen. Einwohner:innen dürfen die Stadt nur im größten Notfall und mit negativem Test verlassen.

Putian, China: Fast 3 Millionen Menschen wieder im Lockdown
Weiterlesen
Weiterlesen

Die Stadt Putian im Südosten Chinas befindet sich im Lockdown. Nachdem das Coronavirus in viele Monate lang fast als ausgerottet gilt, stecken sich in den letzten Tagen wieder vermehrt Menschen an.

Millionenstadt im Lockdown

Bereits vor einigen Wochen entscheidet die Stadtverwaltung der chinesischen Großstadt Wuhan, die als Ursprungsort des Coronavirus gilt, mehrere Millionen Einwohner:innen testen zu lassen.

Grund ist die Delta-Variante, die sich, nachdem China eine ganze Zeit lang als Covid-frei galt, doch ins Land einschleicht und in Wuhan mehrere Menschen infiziert.

Nun befindet sich die nächste Stadt im Ausnahmezustand: Die Millionenstadt Putian im Südosten Chinas und naheliegende Gebiete befinden sich im Lockdown, weil einige neue Covid-Fälle bekannt geworden sind.

Öffentliches Leben komplett eingestellt

Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet müssen um die 2,9 Millionen Menschen in der Provinz Fujian zuhause bleiben. Die Stadtverwaltung verhängt den Lockdown am Sonntag.

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt sollen zuhause bleiben, es sei denn es liegt ein Notfall vor. Außerdem müsse man bei der Ausreise einen negativen Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, vorweisen können.

Die Ausreise könnte sich überdies schwierig gestalten, da die Stadt alle öffentlichen Transportmittel wie Bus und Bahn eingestellt hat. Auch Restaurants und Bars sind geschlossen.

Erste Infizierte waren Kinder

So werden laut der Global Times am Samstag 24 Neuinfektionen gemeldet, von denen 18 asymptomatisch verlaufen und vermutlich alle lokal übertragen worden sind.

Sie alle befinden sich im gleichen Bezirk der Stadt. Ein weiterer Fall wird in einer anderen Stadt der Provinz Fujian, Quanzhou, gemeldet. Bei den ersten beiden bekanntgewordenen Fällen soll es sich um Schulkinder gehandelt haben.

Experten vermuten jedoch, dass der Vater einer der Kinder das Virus aus Singapur eingeschleppt hat. Während seiner 14-tägigen Quarantäne führt er mehrere Tests durch und erst der letzte fällt positiv aus.

Auch anhand der Zahlen in anderen Ländern ist deutlich zu sehen, dass die Delta-Variante des Coronavirus nicht zu unterschätzen ist. So hat Delta auch in Australien die Zahlen wieder in die Höhe getrieben, wo die Zero-Covid-Strategie lange Zeit einwandfrei zu funktionieren schien.