China stellt sich bei Untersuchungen der WHO quer

Die Weltgesundheitsorganisation schickt Experten und Expertinnen nach Wuhan, um den Ursprung der Corona-Pandemie zu untersuchen. Dieses Vorhaben gestaltet sich allerdings schwierig.

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Darüber, wie das Coronavirus entstanden sein und sich unter den Menschen verbreitet haben könnte, gibt es viele Theorien. Die Laborleck-Theorie ist eine davon und wird immer wieder angeheizt.

Leck im Labor in Wuhan

Die Theorie besagt, dass in einem Labor in Wuhan, einer Stadt in der zentralchinesischen Provinz Hubei, das Coronavirus künstlich hergestellt und dann versehentlich oder absichtlich nach außen getragen worden ist.

Diese Theorie existiert seit Beginn der Pandemie. Seitdem wird sie immer wieder mit neuen Informationen gefüttert. So äußerte unter anderem auch die CIA im Frühling ihre Bedenken.

Zuletzt waren Berichte zutage getreten, denen zufolge in besagtem Labor Fledermäuse gehalten worden sind. Auch sollen drei Mitarbeiter vor Ausbruch der Pandemie ins Krankenhaus eingeliefert worden sein.

China stellt sich bei Untersuchungen quer

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) versucht schon seit längerem, den Ursprung der Pandemie ausfindig zu machen, die ihren Beginn, soweit bekannt, in Wuhan genommen hat.

Die Suche nach der Herkunft des Virus gestaltet sich allerdings schwierig, weil sich die chinesischen Behörden in vielen Fällen wenig kooperativ zeigen.

Aus diesem Grund war es den WHO-Expert:innen, die die betroffenen Ort in Wuhan untersucht haben, bisher auch nicht möglich, die Laborleck-Theorie auszuschließen.

Eine zweite Studienphase zu diesem Thema will die chinesische Regierung nicht zulassen. Die Gerüchte gingen gegen den gesunden Menschenverstand und die Wissenschaft.

Verschlechterung der internationalen Beziehungen

Das erklärt Zeng Yixin, der Vizeminister der nationalen Gesundheitskommission, am Donnerstag. Er sagt, dass die Volksrepublik dieses Vorhaben nicht akzeptieren könne.

Über die Theorie, das Virus könnte aus einem Regierungslabor stammen, zeigt er sich schockiert. China vertritt außerdem die Haltung, die internationale Politik solle der Diskussion fernbleiben.

Denn sie sei Sache der Wissenschaft. Vor allem die Beziehungen Chinas zu den USA, aber auch zu vielen anderen Staaten, hat diese Thematik sichtbar verschlechtert.

Besonders der Umgang der Regierung in Peking mit der Anfangsphase der Pandemie wird von vielen Seiten kritisiert. China sei in dieser Phase nicht transparent genug gewesen.

Im Video oben seht ihr, dass nicht alle die Laborleck-Theorie unterstützen. Der in Deutschland hochangesehene Virologe Christian Drosten stellt sich öffentlich gegen sie.