Rassismus-Vorwurf: Apotheken sollen umbenannt werden
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Rassismus-Vorwurf: Apotheken sollen umbenannt werden

Im September 2017 stand das Café Niederegger mit seiner Mohrenkopf-Torte im Mittelpunkt einer Rassismus-Debatte, Anfang des Jahres erntete H&M viel Kritik für seinen Affen-Pullover. Nun stehen zwei Frankfurter Apotheken im Blickpunkt. Seit Jahrzehnten tragen sie ihren Namen, doch nun wirft ihnen die Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) rassistische Namen und Logos vor.

Frankfurter „Mohren-Apotheke“ unter Beschuss

Die Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) wirft zwei Apotheken mit dem Begriff „Mohren“ im Namen vor, dass Namen und Logos rassistisch seien. Das Gremium fordert in einem Antrag die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung und den Magistrat deshalb auf, sich dafür einzusetzen, dass rassistische Bezeichnungen und Logos aus dem Stadtbild Frankfurts verschwinden.

Unverständnis über Kritik

Gegenüber der Frankfurter Rundschau zeigte sich die Geschäftsführerin einer der betroffenen Apotheken überrascht über die Kritik. Die in den 1960er Jahren gegründete Apotheke trage ihren Namen schon sehr lange. Es sei ein bundesweit üblicher Name und gehe wohl auf die Verwendung von Arzneien aus fernen Ländern zurück.

Von Fred Eilig
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