Nach Ausländerstopp bei Tafel: Dobrindt fällt Merkel in den Rücken

Nach Ausländerstopp bei Tafel: Dobrindt fällt Merkel in den Rücken

Der vorübergehende Aufnahmestopp für Ausländer bei der Essener Tafel sorgt weiter für Streit. Angela Merkel hatte sich gegen die Entscheidung ausgesprochen. CSU-Politiker Alexander Dobrindt stellt sich jetzt offen gegen die Kanzlerin.

Im Gegensatz zu Angela Merkel verteidigt der CSU-Landesgruppenchef die Entscheidung der Essener Tafel, vorerst keine weiteren Ausländer mehr aufzunehmen. Er findet die Position der Tafel „nachvollziehbar“. 

Dobrindt habe mit der Leitung der Tafel telefoniert, um sich über die Situation zu informieren: „Die ganze Diskussion zeigt, dass die Integrationsfähigkeit schlicht eine Grenze hat.“ Offenbar würden sich ältere Bedürftige von der Tafel zurückziehen. Dem wolle man mit dem Ausländerstopp entgegenwirken. Es könne nicht sein, dass man aufgrund der Flüchtlingssituation bei Wohnungsmarkt und Sozialsystem an die Grenzen komme, so Dobrindt weiter.

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Angela Merkel sieht das Vorgehen der Essener Tafel kritisch. „Da sollte man nicht solche Kategorisierungen vornehmen. Das ist nicht gut“, so die CDU-Chefin in einem RTL-Interview. Sie fügte jedoch hinzu: „Aber es zeigt auch den Druck, den es gibt.“

Fred Eilig
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