Studie zeigt, wie die Lunge nach dem Vaping wirklich aussieht

Studie zeigt, wie die Lunge nach dem Vaping wirklich aussieht

Eine kürzlich veröffentlichte Studie fasst die Ergebnisse von 17 Lungenbiopsien zusammen. Diese wurden an Patienten in den USA durchgeführt, die aufgrund von Vaping Lungenerkrankungen erlitten haben.

Die elektronische Zigarette wird in den USA mehr denn je unter die Lupe genommen. Nach einer Welle der Beunruhigung über einen seltsamen Anstieg der Fälle von schwerer Lungenerkrankung im Sommer 2019 in den USA werfen Lungenbiopsien ein neues Licht auf die möglichen Schäden durch den Einsatz von E-Zigaretten. Es wurden Biopsien an 17 Patienten vorgenommen, wovon zwei bereits verstorben sind.

Die Studie, die die Ergebnisse dieser Biopsien sammelt und analysiert, ist am Mittwoch, den 2. Oktober, im New England Journal of Medicine veröffentlicht worden. Laut der Studie „scheint es sich um eine Art direkte chemische Verletzung zu handeln, ähnlich der Verletzungen, die man bekommt, wenn man toxischen Chemikalien, Gasen oder toxischen Wirkstoffen ausgesetzt ist“, sagt Dr. Brandon Larsen vom Mayo Clinic Arizona Hospital. Er ist einer der Autoren der Studie.

"Die meisten Fälle betreffen chemische Schadstoffe"

Die Anzahl an Biopsien ist vorerst zu klein, um endgültige Schlussfolgerungen zu ziehen, zumal bisher mehr als 800 Patienten in den USA wegen Vaping eingeliefert wurden. Aber eines ist klar: Keiner der untersuchten Fälle entspricht der ersten Diagnose einer Lipidpneumonie. Diese tritt auf, wenn Öle in die Lunge gelangen. Dr. Brandon Larson klärt auf:

Nach dem, was wir im Zuge unserer Studie gesehen haben, glauben wir, dass es sich in den meisten Fällen um chemische Schadstoffe, toxische Nebenprodukte oder andere schädliche Substanzen handelt, die in Vaping Liquids enthalten sind.
Die Inhaltsstoffe werden nun genauer unter die Lupe genommen - Ulf Wittrock / EyeEm / Getty Images

12 bestätigte Todesfälle

Nach der Zunahme der Fälle in diesem Sommer bestätigen die Bundesbehörden am 27. September insgesamt 12 Todesfälle. Seit der Meldung der ersten Fälle im Juli untersuchen die Gesundheitsbehörden die Ursache ihrer Krankheiten, vor allem bei jungen männlichen Konsumenten. Gerade erst ist die Geschichte von einem 18-Jährigen durch die Medien gegangen. Auch die Lunge eines jungen Athleten ist heftig angegriffen.

Entdeckt in unserem Video, welche Firma mit E-Zigaretten derzeit in Deutschland für Aufsehen sorgt. Diese darf derzeit keine Kartuschen für E-Zigaretten verkaufen, da diese falsch gekennzeichnet gewesen sein sollen.

Maximilian Vogel
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