So reagierst du bei einem Zeckenbiss genau richtig

So reagierst du bei einem Zeckenbiss genau richtig

Falls der Sommerurlaub euch nach Bayern oder Baden-Württemberg bringt, solltet ihr euch vor Zeckenbissen in Acht nehmen, die beiden Bundesländer gelten innerhalb Deutschlands als besonders hoch eingestufte Risikogebiete.

Wenn ihr gerne in freier Natur spazieren geht, solltet ihr wachsam sein: Im Wald lauern nämlich nicht nur interessante Gegenstände auf euch, sondern auch kleine Krabbeltiere, wie Zecken. Die kleinen Tierchen können, wie viele sicherlich bereits wissen Überträger von Krankheiten sein. Wir verraten euch, woran ihr einen Zeckenbiss erkennt und wie ihr am besten handelt, wenn es euch erwischt hat.

Zeckenbiss erkennen

Einen Zeckenbiss, bei dem es sich übrigens eher um einen Stich handelt, erkennt man laut Netdoktor natürlich am einfachsten dann, wenn die Zecke noch auf eurer Haut sitzt und Blut saugt.

Ist die Zecke bereits abgefallen, wird es schon schwieriger, da sich der einfache Zeckenstich nicht an bestimmten Symptomen festmachen lässt. Normalerweise bereiten Zeckenbisse allerdings keine Schmerzen und lösen auch keinen Juckreiz aus. Letzteres kann allerdings der Fall bei einer Infektion mit einem Krankheitserreger sein, den betroffene Zecken übertragen können.

MöglicherKrankheitsüberträger

Juckt der Zeckenstich, könnte es sein, dass ihr euch mit Borreliose, einer bakteriellen Infektion, angesteckt habt (am bekanntesten ist wohl die Lymeborreliose). In diesem Fall ist die Haut rund um die Einstichstelle gerötet (es kommt zu einer sogenannten Wanderröte). Es kann einige Tage oder sogar Wochen dauern, bis die Rötung in Erscheinung tritt. Bekommt ihr zusätzlich noch Fieber, könnte das ein weiterer Hinweis auf eine Borreliose-Erkrankung sein. Es gibt allerdings noch eine andere Infektionskrankheit, die von den Tieren übertragen werden kann und die auch mit Fieber einhergeht: Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Hierbei handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns.

Wer an FSME erkrankt, bei dem treten oft Abgeschlagenheit oder Kopfschmerzen auf, in schlimmen Fällen kommt es auch zu Lähmungserscheinungen. Im Gegensatz zur Borreliose kommt es allerdings nicht zu einem Jucken an der Einstichstelle.

Richtiges Handeln

Am besten ist es, ihr entdeckt den Zeckenbiss so schnell wie möglich. Nach ca. 2 Stunden lässt sich eine Zecke noch relativ einfach entfernen. Betäubt dafür die entsprechende Stelle erst und zieht die Zecke dann langsam mit einer Zeckenzange heraus. Dreht Pinzette oder Zange dabei nicht. Bleibt der Kopf stecken, solltet ihr nicht weiter selbst herumhantieren, sondern sofort einen Arzt aufsuchen.

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Wir wünschen auf jeden Fall viel Spaß beim Wandern und Umherstreifen im Wald und immer daran denken: Zecken sind nicht immer Krankheitsüberträger und ein Zeckenbiss ist nicht immer schlimm, also verfallt nicht gleich in Panik und haltet euch an unsere Ratschläge.

Simone Haug
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