"Ohne jeglichen Respekt": Jenny Jürgens wettert gegen Ballermann-Touristen
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"Ohne jeglichen Respekt": Jenny Jürgens wettert gegen Ballermann-Touristen

Jenny Jürgens ist stocksauer. Die Tochter von Sänger Udo Jürgens lebt auf Mallorca und hat den dortigen, strengen Lockdown live miterlebt. Mit Blick auf die nun wiederkehrenden Massen an Partytouristen wird sie wütend.

Nach der langen Zeit der Selbstisolation tut es einfach gut, mal wieder aus dem Haus zu kommen. Um den heimischen vier Wänden zu entkommen, nehmen viele Deutsche die gelockerten Maßnahmen in unseren Nachbarländern zum Anlass, endlich wieder in den Urlaub zu fahren.

Anwohner empört über Corona-Partytouristen

So öffnet beispielsweise Mallorca vor wenigen Wochen seine Tore für Touristen. Was zunächst nach einer guten Idee klingt, um die Wirtschaft der Balearen-Insel wieder anzukurbeln, entpuppt sich schnell als möglicher Corona-Hotspot. Die Anwohner sind empört über fehlende Masken und zu wenig Abstand unter den Partywütigen.

Auch Jenny Jürgens, die die meiste Zeit des Jahres auf Mallorca beheimatet ist, macht ihrem Ärger Luft. Auf Facebook hat sie eine klare Nachricht an die Ballermann-Touristen, die nun auf der Insel die Angst vor einer zweiten Infektionswelle schüren:

Was seid Ihr nur für Vollhonks! Die Mallorquiner und die Menschen, die hier leben, haben sich monatelang in absoluter Disziplin in der spanischen Quarantäne geübt! [..] Jetzt kommt ihr hier angereist, ohne jeglichen Respekt und ohne Achtung und feiert eure beknackten Ballermann-Partys? Geht’s noch?

Lockdown-Maßnahmen umsonst?

Jürgens hat gemeinsam mit ihrem Ehemann einen großen Teil des Lockdowns auf der Insel mitbekommen. Sie berichtet von strengen Kontrollen nach Fahrten zum Supermarkt und langen Tagen, an denen sie das Haus gar nicht verlassen haben. Im Interview mit dem Kölner Express erklärt sie, dass sie ihnen dadurch schnell bewusst wird: "Hier passiert gerade etwas Schlimmes auf der Welt."

Die Überlegung, dass die letzten Monate das Ausharrens jäh durch die Partylust junger deutscher Touristen zerstört werden könnte, macht die 53-Jährige wütend:

Sie kommen dahin, um zu saufen. Nicht, um genussvoll mal einen Wein zu trinken. Übrigens sind das zum Großteil junge Menschen. Sie denken, der Lockdown ist vorbei, jetzt können sie Party machen.

Zwar befindet sich Jürgens zurzeit noch in Düsseldorf, doch schon bald soll es für sie zurück nach Mallorca gehen. Trotz der dortigen Menschenmassen freut sie sich auf den Rückflug - hofft allerdings, von den Partys verschont zu bleiben.

Von Martin Gerst
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