Prinz Andrew: Augenzeuge will im Epstein-Skandal gegen ihn aussagen

Die Situation wird immer brenzliger für Prinz Andrew. Nach der Klage von Virginia Guiffre vergangene Woche will jetzt ein Augenzeuge des Epstein-Skandals vor Gericht aussagen.

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Steve Scully hat lange als Elektriker für Jeffrey Epstein gearbeitet. Tagtäglich bekommt der 71-Jährige demnach mit, wer sich auf der Privatinsel Little Saint James, auf welcher die Villa von Epstein steht, befindet.

Augenzeuge will aussagen

Jetzt berichtet der Techniker gegenüber der britischen Zeitung The Sun, was er auf der sogenannten "Insel der Orgien" gesehen haben soll.

Damit ist er neben der Hauptklägerin Virginia Guiffre und Epsteins ehemaliger Assistentin Johanna Sjoberg die dritte Person, die gegen den Royal aussagen will. So erklärt Scully in dem Interview:

Ich habe am Telefonkabel gearbeitet und Andrew war mit Virginia am Pool. Als ich ihn sah, erkannte ich ihn sofort.

Erschütternde Details

Demnach soll Prinz Andrew die damals 17-Jährige im Pool und auf den Liegestühlen mehrfach unsittlich berührt und geküsst haben. Scully ist sich dem so sicher, dass er sogar bereit dazu wäre, vor Gericht unter Eid auszusagen. Weiter erklärt er The Sun:

Wenn Virginias Anwälte mich kontaktieren, werde ich auf jeden Fall mit ihnen sprechen und ihnen sagen, was ich gesehen habe. Das Schöne an der Wahrheit ist, dass man sie nicht ändern kann!

Auch, was Virginia selbst in den Gerichtsdokumenten aus 2015 beschreibt, glaubt Steve Scully. So beschreibt sie, wie es mehrere Orgien mit dem Prinzen gegeben haben soll, die auf der Insel stattgefunden haben. Scully führt fort:

Für mich steht außer Frage, dass ich Prinz Andrew und Virginia zusammen gesehen habe und dass er sich auch an den Vorfall erinnert. Er sollte die Wahrheit sagen.

Was passiert jetzt mit Prinz Andrew?

Der Sohn von Queen Elizabeth hat sich bislang immer noch nicht zur Klage geäußert. Aktuell besprechen die britischen Royals auf Schloss Balmore, wie es in Zukunft mit Andrew weitergehen soll.

Wenn es nach seinem Neffen Prinz William gehen soll, würde es schwere Konsequenzen für den Duke of York geben. Ebenfalls wird das zuständige Gericht zugunsten der Klägerin handeln, sollte Prinz Andrew nicht binnen drei Wochen auf die Vorwürfe reagieren.