Rassismusstreit ums Zigeuner-Schnitzel: Darüber regen sich alle auf
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Rassismusstreit ums Zigeuner-Schnitzel: Darüber regen sich alle auf

Zuletzt hat der Zoff in der TV-Talk-Runde von Sandra Maischberger auf das Thema aufmerksam gemacht. In der Sendung „Man wird ja wohl noch sagen dürfen“ drehte sich die Diskussion anfangs um möglicherweise rassistische Begriffe wie „Zigeunerschnitzel“ oder „Negerkuss“.

„Ich bin doch nicht frauenfeindlich, wenn ich Genderwahn als unwissenschaftlich ablehne, nicht Rassist, wenn ich ein Zigeunerschnitzel bestelle“, sagt Peter Hahne. Der Autor des 2013 erschienen Buchs „Rettet das Zigeunerschnitzel“ beklagt, dass eine Sprachpolizei in Kinderbüchern Begriffe wie „Negerkönig“ in „Südseekönig“ umbenennen wolle: „Es kommt doch auch niemand auf die Idee aus dem bösen Wolf eine böse Wölfin zu machen.“ Bei Sandra Maischberger verteidigt er seine Positionen.

Warum ist die Bezeichnung „Zigeuner“ problematisch?

Kritiker von Zigeuner-Schnitzel, -Soße oder -Gulasch erwidern, dass der Begriff „Zigeuner“ von Nationalsozialisten genutzt wurde, die diese Menschen umbrachten. Es handle es sich um eine Stigmatisierung einer Gruppe von Menschen, die dadurch abgewertet würden. Daher lehnen sie diese diskriminierende Bezeichnung mit dem Verweis auf rassistische Konnotationen ab. Bürgerrechtsbewegungen der Sinti und Roma konnten sich mittlerweile durchsetzen, sodass nun die Eigenbezeichnung „Sinti und Roma“ juristisch, politisch und medial anerkannt ist.

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Von Fred Eilig
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