Kribbeln in den Füßen oder Taubheitsgefühle: Dahinter kann auch eine Nervenkrankheit stecken

Die meisten von uns werden es kennen: Einmal zu lange gesessen und es macht sich ein unangenehmes Kribbeln in den Füßen breit, das so schnell, wie es gekommen ist, aber auch wieder weg ist. Was aber, wenn das Gefühl nicht nachlässt oder regelmäßig auftritt?

Bestimmte Sitzpositionen sind geradezu ideal dazu geeignet, die Nervenbahnen in Beinen und /oder Füßen abzuklemmen; so werden wichtige Informationen nicht mehr an unser Gehirn weitergeleitet. Das Ergebnis: Unsere Füße werden taub. Passiert das öfter, ist das ein guter Grund dafür, die Ursache dafür zu finden.

Nervenschaden oder Durchblutungsstörung möglich

Kribbeln eure Füße sehr stark, für lange Zeit oder gibt es keinen augenscheinlichen Grund für das Auftreten dieser Missempfindungen, solltet ihr ärztlichen Rat einholen. Laut Apotheken Umschau könnten die Nerven in euren Füßen (natürlich können aber auch andere Körperteile betroffen sein) geschädigt sein oder es liegt eine Durchblutungsstörung vor.

Hinter dem Kribbeln oder Taubheitsgefühl kann allerdings auch die Nervenkrankheit Polyneuropathie stecken. Der NDR beschreibt den Verlauf folgendermaßen:

Polyneuropathie beginnt meist in den Zehen. Typische Symptome sind Missempfindungen wie Kribbeln, Stechen, Brennen und Taubheit, die symmetrisch an beiden Füßen auftreten, mit der Zeit stärker werden und sich bis zur Körpermitte ausbreiten können. Schäden an den Nerven führen dazu, dass die Weiterleitung von Informationen zwischen Gehirn, Rückenmark und dem Rest des Körpers gestört ist.

Schädigungen des Zentralnervensystems kommen als Ursache ebenso infrage. Laut dem Öffentlichen Gesundheitsportal Österreich ist "das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) das Zentrum, in dem die Verschaltung und Verarbeitung von sämtlichen Nervenbahnen und deren Informationen erfolgt. Es ist für u. a. für das Bewusstsein, das Gedächtnis und Gefühle zuständig." Verletzungen, Infektionen oder Durchblutungsstörungen können seine Funktionsweise beeinflussen und so u. a. auch zu Sensibilitätsstörungen führen.

Auch die Psyche und Medikamente spielen eine Rolle

Tatsächlich können aber auch psychische Probleme als Ursache nicht ausgeschlossen werden. Panikattacken oder Angststörungen zum Beispiel können ebenso ein Taubheitsgefühl oder ein Kribbeln hervorrufen.

Wer mit Depressionen zu kämpfen hat, kann die Schuld für das unangenehme Gefühl aber vielleicht auch bei seinen Medikamenten suchen. Ebenso gibt es Neuroleptika, bestimmte Blutdrucksenker sowie einige ACE-Hemmer, die die Taubheit oder das Kribbeln als Begleiterscheinung nach der Einnahme auftreten.

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