Dry January: Was nützt der Monat ohne Alkohol wirklich?

Dry January: Was nützt der Monat ohne Alkohol wirklich?

Vielen haben zum Jahreswechsel den Vorsatz, keinen oder weniger Alkohol zu trinken. Da kommt einem der Dry January gerade recht. Aber wie wirkt sich ein trockener Januar tatsächlich auf die Gesundheit aus?

Viele Menschen fassen den Entschluss, es an Silvester noch einmal richtig krachen zu lassen und dann im Januar keinen Alkohol mehr zu trinken - damit es nicht peinlich wird, haben wir hier ein paar Tipps, wie du auf andere nüchtern wirkst, auch wenn du blau wie Schlumpfine bist. Doch nun zurück zu deinem guten Vorsatz im neuen Jahr: Dry January! Aber bringt dieser gute Vorsatz überhaupt einen positiven Effekt mit sich?

Dry January als Experiment

Der Dry January wird immer beliebter bei den Deutschen. Hier erfahrt ihr die Hintergründe zu diesem Vorsatz. Rund 12 Prozent der Deutschen haben sich beim Jahreswechsel von 2017 auf 2018 vorgenommen, den Alkoholkonsum einzuschränken. Mit welchen Tipps das gelingt, erfahrt ihr im Video oben.

Aber die Frage ist doch, wie sich die Abstinenz auf den Körper auswirkt und welche Folgen übermäßiger Alkoholkonsum mit sich bringt. Christina Rummel von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hält es für eine gute Idee, seinen Alkoholkonsum zu überdenken. Sollte man den Dry January nicht durchhalten, gibt das den Anlass, sich professionelle Hilfe zu suchen. Damit wäre auf jeden Fall ein Effekt bei dem Betroffenen zu spüren.

12 Gramm als Grenzwert

Dennoch ist nicht bewiesen, dass kurzfristiger Alkoholverzicht eine langfristige Wirkung auf den Körper hat. Es gibt bisher auf diesem Gebiet zu wenig Studien, die die Wirkungen erforschen. Das heißt aber nicht, dass man so viel trinken sollte wie man möchte.

Die Experten sind sich darüber einig, dass folgender Grundsatz gilt: Je weniger Alkohol, desto besser. Laut der DHS ist das Krankheitsrisiko bei Frauen ab 12 Gramm reinem Alkohol pro Tag deutlich erhöht, bei Männern bei der doppelten Menge. 12 Gramm reiner Alkohol befindet sich beispielsweise in einem 0,3l-Bier.

Schädigung der Leber

Auch wenn man mit dem Alkohol nicht übertreiben soll, ist man nüchtern trotzdem nicht vor Krankheiten geschützt, so Dr. Volker Ellenrieder zur Frankfurter Rundschau:

Auch wenn man weniger trinkt, ist das Risiko für gesundheitliche Folgen nicht gleich Null. [...] Je mehr man vorher getrunken und die Leber geschädigt hat, desto mehr Zeit braucht das Organ, um sich zu erholen.

Wer für vier bis acht Wochen auf Alkohol verzichtet, der gönnt seiner Leber Ruhe und Zeit zum Regenerieren.

Problematisch ist, dass ein Leberschaden nicht sofort auffällt. Die Leber selber tut einem nicht weh, sondern lässt andere Symptome für sich sprechen, beispielsweise Müdigkeit. Wenn die Leber überlastet ist und keine Entgiftung stattfinden kann, bilden sich Ablagerungen im Gehirn, die wiederum zu Müdigkeit führen. Glücklicherweise kann sich das Organ auch wieder erholen, wenn man ihm Ruhe gönnt.

Alkohol enthält viele Kalorien

Alkohol kann auch andere Organe schädigen und sich negativ auf die Koordination und Konzentration auswirken. Daher kann sich ein Verzicht durchaus positiv auf den Körper auswirken. Außerdem ist Alkohol eine echte Kalorienbombe und wer keinen Tropfen mehr trinkt, kann sogar abnehmen - vorausgesetzt, man ersetzt den Alkohol nicht durch ungesundes Essen.

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Generell raten Mediziner dazu, jede Woche an mindestens zwei Tagen auf Alkohol zu verzichten, damit sich die Organe, vol allem die Leber, erholen können. Diese Regel gilt übrigens ganzjährig.

Sarah Kirsch
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