Empörung im Netz: So fies wird ein Tiger zu Fotos mit Touristen gezwungen
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Empörung im Netz: So fies wird ein Tiger zu Fotos mit Touristen gezwungen

Von Fred Eilig
Letzte Änderung

Der Gründer der NGO Wildlife Friends Foundation Thailand, Edwin Wiek, hat auf Facebook ein Video von einem Tiger veröffentlicht, der in Thailand für Fotos mit Touristen posieren muss.

Im Video sieht man einen angeketteten Tiger. An seiner Seite nehmen Besucher Platz, um Fotos mit dem Tier zu schießen. Dabei wird der Tiger regelmäßig mit einem Stock geschlagen und provoziert. „Dieser Tiger wird den ganzen Tag, Hunderte Male, mit einem Stock gestoßen, damit er für die Fotos brüllt“, erklärt Edwin in dem Kommentar zum Video.

Beim Video handelt es sich um einen Ausschnitt aus einem längeren Film, der von Wildlife Friends Foundation Thailand veröffentlicht wurde, um die Missstände des thailändischen Tourismus mit Tigern aufzeigt. Dabei ist das, was in dem Video zu sehen ist, alles andere als eine Ausnahme. Nach China steht Thailand bei der Tigerzucht an zweiter Stelle.

2500 Tiger in Gefangenschaft

Die ONG schätzt die Anzahl an Tigern in Gefangenschaft auf etwa 2500, an 45 verschiedenen Orten, über das ganze Land verteilt.

Die Tiere sollen bei Touristen für Spaß sorgen und werden dabei oft nicht so gehalten, wie es für die großen Raubkatzen angebracht wäre. Außerdem werden sie zur Belustigung der Touristen schlecht behandelt, wie die ONG anprangert. Sie hofft, mit dem Video die Leute für das Thema sensibilisieren zu können.

„Es ist Zeit, dass die Gesetze geändert werden!“, fordert Edwin Wiek in seinem Kommentar. Aufgrund der zahlreichen Beschwerden und nach Gesprächen mit der NGO, hat die Seite Trip Advisor im Oktober 2016 entschieden, den Ticketverkauf für Attraktionen mit in Gefangenschaft lebenden Wildtieren einzustellen.

Kürzlich hat auch das soziale Netzwerk Instagram beschlossen, eine Warnung auszusprechen, wenn das Schlüsselwort „Selfie“ in Zusammenhang mit einem in Gefangenschaft lebenden Wildtier fällt. Damit soll den Nutzern ins Bewusstsein gerufen werden, welche Verhältnisse hinter dem Foto stehen können.


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