Viel schlimmer als normaler Stierkampf: Die Jagd auf Toro de Fuego!

Viel schlimmer als normaler Stierkampf: Die Jagd auf Toro de Fuego!

In Medinaceli in Spanien ist es eine jahrhundertealte Tradition: Männer provozieren und jagen den Toro de fuego in einer Zeremonie, die aus dem 16. Jahrhundert stammt...Wie das Tier auf das Spektakel vorbereitet wird, ist erschreckend und grausam.

Eine unhaltbare Tradition

Dem "Feuerstier" (Toro de fuego) wird bei dieser Tradition leicht brennbares Material um die Hörner gebunden und angezündet, sobald die Nacht anbricht. Der Stier wird so eine Stunde lang frei durch die Straßen der Stadt gejagd, die Teilnehmer der Zeremonie müssen ihm ausweichen.

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Vor dem Beginn des Spektakels ist das Tier natürlich angebunden und wird von einer ganzen Gruppe festgehalten, während man an seinen Hörnern ein Holzgestell befestigt. An diesem wiederum befinden sich zwei Eisenstangen, die jeweils mit in Pech, Harz oder Terpentin getränktem Hanf umwickelt sind. Diese werden angezündet und das Seil durchschnitten. Manchmal werden noch Feuerwerkskörper hinzugefügt und gehen zu Beginn des Rennens los.

Das vor Angst rasende Tier verbrennt sich oft und kann blind werden, wenn es nicht sogar stirbt. Letztes Jahr ist ein Stier, der vollkommen verängstigt und blind war, gestorben, weil er in einen Baumstamm rannte. Das Video hat das Netz schockiert... Aber die Praxis ist noch immer erlaubt.

Eine Tradition, die von Vereinen scharf kritisiert wird

In den letzten Jahren haben Tierschützer es geschafft, in manchen spanischen Regionen die Abschaffung dieser Tradition zu erwirken, aber leider nicht überall. Der Stier wird immer häufiger durch einen starken, mutigen Feuerkünstler ersetzt, der auf seinem Rücken einen Stier aus Holz oder Papiermaché trägt, der wiederum mit einer Metallkonstruktion gehalten wird. Die falschen Hörner tragen dasselbe Konstrukt aus leicht entflammbarem Material und Feuerwerkskörpern. Der Feuerkünstler rennt damit durch die Menge und löst so den "Feuerstier" ab...

Der Verein "Animal Naturalis", der diese normalerweise verbotene Praxis ablehnt, gibt zu bedenken, dass über 3.000 Stiere fast überall in Spanien dasselbe Schicksal erdulden müssen.

• Sophie Kausch
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