Weil er einen fahren lässt: Mann muss 500 Euro Strafe zahlen
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Weil er einen fahren lässt: Mann muss 500 Euro Strafe zahlen

Dubioser Vorfall in Wien: In Gegenwart von Polizisten lässt einen Furz fahren. Jetzt muss ein junger Mann 500 Euro strafe zahlen. Doch der "Darmwind-Täter" beteuert seine eigene Unschuld.

Ein Mann in Wien hat sich auf ungewöhnliche Weise eine Geldstrafe eingeholt. Was nun folgt, ist kein Scherz, sondern die tatsächliche Strafverfügung, die der junge Mann aufgebrummt bekommen hat. In dem Schreiben heißt es:

Sie haben den öffentlichen Anstand verletzt, indem Sie vor Polizeibeamten laut einen Darmwind haben entweichen lassen.

500 Euro Strafe für Furz

Richtig gehört: Weil er einen Polizisten scheinbar vorsätzlich angefurzt haben soll, muss der Wiener jetzt eine Geldstrafe von 500 Euro zahlen. Wahlweise kann er die Zahlung auch mit dem Absitzen einer fünftägigen Freiheitsstrafe umgehen.

Auf Twitter bestätigt die Wiener Polizei den Vorfall und rekonstruiert den "Tathergang". Zwar würde grundsätzlich niemand für einen Furz angezeigt werden, doch der Überführte sei bereits im Vorhinein durch sein provokatives und unkooperatives Verhalten aufgefallen:

Er erhob sich leicht von der Parkbank, blickte die Beamten an und ließ offenbar in voller Absicht einen massiven Darmwind in unmittelbarer Nähe der Beamten ab. Und anfurzen lassen sich die Kollegen dann doch eher ungern.

"Die Polizisten haben sogar gelacht"

Der Angezeigte äußert sich nun im Interview mit heute über den Fall. Anders als die Nutzer im Internet, die sich über das Darmwind-Verbrechen totlachen können, findet Mitija M. die Geldstrafe nicht besonders lustig:

Ich möchte Einspruch einlegen, da ich der Meinung bin, dass ein solches 'Vergehen' nicht nur keine 500 Euro Strafe wert sein darf, sondern vielmehr nicht strafbar sein dürfte, da ich auch nicht vorsätzlich diesen besagten 'Darmwind' aus mir entließ.

Angezeigter beteuert Unschuld

Verdauungsprobleme seien der Grund dafür, dass ihm der Furz entwichen sei. Und auch er hat eine Version der dubiosen Geschichte. Die beteiligten Polizisten haben ihm nicht einmal gesagt, dass er mit einer Strafe rechnen müsse. Der junge Mann erklärt ungläubig:

Als ich gefurzt hab', haben die Polizisten sogar gelacht und einer meinte noch, dass ich mir jetzt lieber Mal eine frische Unterhose anziehen soll. Einer meinte zwar, dass das eine Anstandsverletzung sei, aber ich dachte nicht, dass sie sich gestört gefühlt haben.

Er beteuert, anders als behauptet, sich nicht unkooperativ verhalten zu haben. Der Furz sei keine Absicht gewesen, und die 500 Euro seien somit reine Willkür. Abschließend stellt er fest: "Ich bin der Meinung, dass ich furzen können soll wo immer ich will, wenn ich muss!"

Von Sarah Kirsch

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