Vater kommt ins Gefängnis, nachdem er seine Kinder in den Gefrierschrank gesperrt hat

Ende Juni wird ein Mann aus der französischen Stadt Cognac zu neun Monaten Haft verurteilt, nachdem er seine zwei Töchter für einige Sekunden in den Gefrierschrank gesperrt hat.

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Als "einen dummen Witz" beschreibt der 37-Jährige aus der französischen Stadt Cognac die Tat, für die er zu neun Monaten Haft verurteilt wurde. Wie die Zeitung France Bleu La Rochelle berichtet, hat der Mann seine Töchter im Alter von vier und sechs Jahren in einen Gefrierschrank gesperrt.

Entzug des Sorgerechts

Es passiert Ende April, als die beiden Mädchen einige Tage der Osterferien bei ihrem Vater verbringen. Normalerweise wäre das schon nicht möglich gewesen, da dem Mann bereits das Sorge- und Besuchsrecht entzogen wurde.

Mit 17 Verurteilungen hat der 37-Jährige eine turbulente juristische Vergangenheit aufzuweisen. Seine Exfrau, die laut ihrer Anwältin von ihrem Mann "manipuliert" wurde, konnte sich dessen Bitte nicht widersetzen.

Doch schnell eskaliert der Aufenthalt beim Vater, als er mit seinen Töchtern in den Keller geht, um Eis zu holen. Bei dieser Gelegenheit habe er die Kinder dann in den Gefrierschrank gesperrt:

Ich hatte sie auf dem Arm und habe sie nacheinander in den Gefrierschrank gesperrt.

Lehrerinnen schlagen Alarm

Doch offensichtlich hat er nicht mit der Tragweite seiner Aktion gerechnet. Natürlich beginnen die Mädchen zu weinen, schockiert von dem, was ihr Vater ihnen antut.

Nur bis zu dahin weiß niemand etwas von dem Vorfall, abgesehen von ihrem Vater und dessen Eltern, in deren Haus sich der Skandal zugetragen hat. Doch die Geschichte soll nicht lange unaufgedeckt bleiben.

In der Schule gestehen die Mädchen ihren Lehrerinnen, was passiert ist. Diese geben den Behörden Bescheid und so wird der Vater der beiden Mädchen schließlich zu 15 Monaten Haft, davon sechs auf Bewährung verurteilt.