Junger Mann will Polizist werden: Dann macht er komplett anderen Job, der ihn viel glücklicher macht!
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Junger Mann will Polizist werden: Dann macht er komplett anderen Job, der ihn viel glücklicher macht!

Von Maximilian Vogel

James Molluso macht einen Job, für den ihn nicht viele Menschen beneiden würden - doch statt Polizist zu werden, entscheidet er sich kurzerhand um. Der heute 33-Jährige ist damit viel glücklicher als viele vielleicht annehmen würden, wenn sie seine Jobwahl hören...

Es gibt nicht viele Leute, die James Mollusos Beruf beneiden würden: Der 33-Jährige hat mehr als ein Jahrzehnt damit verbracht, Kakerlaken zu töten und Ratten als Schädlingsbekämpfer in New York zu fangen. Molluso erzählt gegenüber BBC:

Ein typischer Tag könnte mit einem einfachen Mausproblem in einem Haus beginnen oder mit Wanzen, die über das Bett oder den Körper eines Menschen kriechen.

New Yorker zieht Kammerjäger dem Beruf des Polizisten vor

Obwohl James sechs Tage die Woche arbeitet und auf engstem Raum kriecht, um sich dem Unbekannten zu stellen, sagt er, dass er seinen Job liebt und nichts anderes tun würde.

Damit ist James allerdings in der Minderheit. Wie eine Umfrage in 160 Ländern zeigt, machen nur 15 Prozent der Menschen ihre Arbeit gerne. Zudem hat auch Covid-19 viele Menschen gezwungen, ihre großen Karriereträume auf Eis zu legen, wie dieser Musiker.

Als Teenager denkt Molluso darüber nach, zur Polizei zu gehen, und hätte fast fast einen Job bei der New Yorker Feuerwehr angenommen. Er dachte dabei wie viele andere auch:

Das waren für mich stabilere Karrieren, weil sie eine Rente und ein bisschen mehr Glamour hatten.

Aber letztlich wird es ein Job, zu dem niemand sonst bereit oder in der Lage ist, ihn zu machen: Die Schädlingsbekämpfung. Heute sagt James, dass die Dankbarkeit ist, die ihm die Kunden entgegenbringen, die ihn morgens aus dem Bett holt:

Wenn du plötzlich im Bett liegst und überall Käfer herumkriechen, wird der Schädlingsbekämpfer, an dem du normalerweise auf der Straße einfach vorbeigehen würdest, plötzlich dein bester Freund.
Heute ist der 33-Jährige glücklich als Kammerjäger. Oxana Kuznetsova@Pexels

Psychologin: Ein guter Job vermittelt ein Gefühl der Genugtuung

Laurie Santos, Professorin für Psychologie an der Yale University, sagt, dass es einen großen Unterschied gibt zwischen dem, was die Gesellschaft sagt, dass Menschen an ihrer Karriere schätzen sollten, und dem, was sie tatsächlich glücklich macht. Gegenüber der BBC erklärt sie:

Wir denken, es geht um Wohlstand, Prestige und gewisse Auszeichnungen an unserer Wand. Aber was einen guten Job wirklich ausmacht, ist: Fühlen Sie sich gut in der Welt? Haben Sie das Gefühl, Fortschritte zu machen? Haben Sie das Gefühl, mit Menschen verbunden zu sein?

Wie bei James ist es oft wichtiger, Menschen "in ihrem schlimmsten Moment der Not" helfen zu können, als das große Geschäft zu machen, fügt sie hinzu. Ein klares Identitätsgefühl in der eigenen Rolle ist ebenfalls wichtig für das Wohlbefinden. Prof. Laurie Santos von der Yale University erklärt, dass je mehr Menschen verdienen, desto mehr sie auch wollen:

Einerseits macht es uns glücklicher, mehr Geld zu bekommen, aber nicht sehr lange. Dies ist ein Rezept für Elend, denn jedes Mal, wenn Sie eine neue Gehaltsklasse erklimmen, rückt Ihr Gehaltsziel weiter weg, nicht näher.

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