Nikotin dringt bis in deine Neuronen vor: Wie es dich verändert, ist unfassbar!

Nikotin dringt bis in deine Neuronen vor: Wie es dich verändert, ist unfassbar!

Eine neue Studie zeigt in Bildern den Befall einer Nervenzelle durch ein Nikotin-Molekül und wir erfahren mehr über die Mechanismen der Abhängigkeit.

Wenn Nikotin in den Körper gelangt, macht es nicht einfach an der Oberfläche der Zellen halt. Tatsächlich zeigt nun eine neue Studie in Bildern, wie das Molekül bis in den Zellkern vordringt und die Zelle von innen heraus beeinträchtigt. Diese Studie ermöglicht es, die Reise des Nikotins durch den Körper zu verfolgen und wir erfahren mehr über die Sucht, die dadurch entsteht.

Eine fluoreszierende Falle

Nikotinrezeptoren (nAChR) werden von den Zellen im sogenannten endoplasmatischen Retikulum produziert. Sobald das Nikotin über die Inhalation des Zigarettenrauches oder auf anderem Weg in den Blutkreislauf gelangt, wandert es bis ins Gehirn, wo es sich an die Rezeptoren auf der Oberfläche der Nervenzellen setzt. Dies wiederum bewirkt die Freisetzung chemischer Verbindungen, die Gefühle des Glücks und der Belohnung hervorrufen.

Was jedoch passiert, wenn das Nikotin einmal ins Innere einer Zelle gelangt, galt lange Zeit als unklar. Nun entwickelte ein Forscherteam kürzlich einen sehr beeindruckenden Biosensor. Dieser kann sich öffnen und wieder schließen und ist somit in der Lage, Nikotin-Moleküle aufzunehmen. Sobald dies geschieht, wird ein fluoreszierendes Protein aktiviert.

>> In dem Video kannst du sehen, wie das Nikotin nach und nach in eine Nervenzelle eindringt. 

Je mehr man raucht, desto süchtiger wird man

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Die Ergebnisse zeigen, dass sobald das Nikotin eine Zelle erreicht hat, es nur wenige Sekunden dauert, bis es ins Innere des endoplasmatischen Retikulums vorgedrungen ist und die Einsetzung weiterer Nikotinrezeptoren in die Neuronenoberfläche anregen kann. Die Nervenzelle wird Nikotin gegenüber folglich immer empfänglicher: Je mehr eine Person raucht, desto schneller empfindet sie das Belohnungsgefühl, was wiederum zur Verstärkung der Sucht beiträgt.

Nachdem diese erste Studie an isolierten Zellen im Labor durchgeführt wurde, möchte das Forschungsteam den Versuch nun an lebenden Mäusen durchführen, um herauszufinden, ob sich die intrazelluläre Wirkung von Nikotin dort ähnlich verhält. Darüber hinaus wird dieser neue Biosensor auch eine große Bedeutung für die Untersuchung der Wirkmechanismen anderer Drogen sowie Medikamente haben.

Maximilian Vogel
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