Lasst lieber die Finger von Sexspielzeug: Mit diesem Grund rechnet ihr bestimmt nicht!

Lasst lieber die Finger von Sexspielzeug: Mit diesem Grund rechnet ihr bestimmt nicht!

Bei diesem Forschungsergebnis kann einem echt die Lust vergehen: Euer Sexspielzeug solltet ihr am besten in den Müll werfen!

Carie Bradshaw und ihre Freundinnen von „Sex and the City" müssen wohl ihre Gewohnheiten ändern. Seit dem Jahr 2000 hatte die amerikanische Kultserie den Verkauf von Sexspielzeug regelrecht durch die Decke getrieben. Somit sind die Charaktere der Serie nicht die einzigen, denen die Forschungsergebnisse über die Inhalte mancher Sexspielzeuge Sorgen bereiten könnten, denn laut einer Untersuchung von 2007 erfreuen sich sehr viele Menschen ihrer Verwendung.

"Stark belastete" Komponenten

Schon 2006 hatten mehrere Verbände vor den giftigen Inhaltsstoffen mancher Sexspielzeuge gewarnt: Eine Greenpeace-Studie hatte in Dildos und Vibratoren eine hohe Phtalatkonzentration nachgewiesen, und auch in Deutschland wurde man auf die zweifelhafte Zusammensetzung anderer Produkte, wie den Lustkugeln, aufmerksam.

Auch wenn das Thema also nicht neu ist, so liefern die Ergebnisse der jüngsten Stiftung Warentest-Studie doch besorgniserregende Gründe, die Problematik erneut zur Sprache zu bringen.

Laut einer Studie des Verbraucherverbandes sind fünf der 18 getesteten Produkte stark mit gesundheits- und umweltschädlichen Inhaltsstoffen belastet: Phtalate, Nickel, Phenole und aromatische Kohlenwasserstoffe haben ihren Weg in Produkte gefunden, die uns eigentlich Freude und keine ernstzunehmenden gesundheitlichen Schäden bereiten sollten. Doch die Ergebnisse sind schockierend. Folgende Schäden kann der Gebrauch von Sexspielzeugen nach sich ziehen: Unfruchtbarkeit, Geburtsfehler, Stoffwechselstörungen, Störungen des Hormonhaushaltes, Diabetes, u.v.m.

Transparente Angaben zu den Inhaltsstoffen

Man kann sich durchaus fragen, wie bestimmte giftige Substanzen in die Sexspielzeuge gelangen, obwohl sie, wie die Phtalate, bereits in einigen Produkten wie Spielzeugen, weichmacherhaltigen Materialien oder Kugelschreiberdeckeln verboten oder nur eingeschränkt erlaubt sind. Doch offensichtlich hat der Markt für die Sexspielzeuge hier ein Schlupfloch gefunden, denn bisher gibt es noch keine Regeln, die die Angaben der Inhaltsstoffe ihrer Produkte vorschreiben.

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"Das Sexspielzeug ist nicht nur ein Lustobjekt, denn es kann auch einen medizinischen Nutzen haben, wie zum Beispiel zur Beckenbodenstärkung oder zur Lösung von Vaginismus," betont die stellvertretende Leiterin von Génération Cobayes, Emma Luche, gegenüber France Info. Zusammen mit dem Umweltnetzwerk hatte der Verband bereits im Jahr 2014 eine Petition gestartet, die die transparente Anzeige von Inhaltsstoffen und eine Sensibilisierung der Nutzer forderte. Doch ohne Erfolg.

Solange bis sich ein allgemeines Bewusstsein dafür entwickelt, muss man sich zwar nicht der Freude entsagen, doch es wäre sicher empfehlenswert, sich einige Ratschläge zu Herzen zu nehmen. Man sollte darauf achten, Sexspielzeuge mit dem Kennzeichen "phtalatfrei" zu wählen oder ganz auf Bio-Spielzeuge zurückgreifen, die nicht aus Plastik, sondern zum Beispiel aus Glas, Holz oder Keramik bestehen. Darüber hinaus gilt immer: Aus hygienischen Gründen verleiht man sein Spielzeug nicht und für jede Benutzung empfiehlt sich ein Kondom und die anschließende Reinigung des Sexspielzeugs.

Maximilian Vogel
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