Verteilungskampf um Totimpfstoff: Novavax liefert weniger Dosen als erwartet

Am 21. Februar ist es so weit: der US-Hersteller Novavax liefert seinen Totimpfstoff nach Deutschland - allerdings wesentlich weniger Dosen als ursprünglich erwartet. Schon jetzt zeichnet sich ein Verteilungskampf ab.

Statt den erhofften 4 Millionen Dosen Novavax kommen am 21. Februar nur 1,75 Millionen nach Deutschland, wie welt.de berichtet. Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen sind schon fleißig am Diskutieren: Wer soll den Totimpfstoff zuerst bekommen?

Vorrang für Gesundheitswesen

Brandenburg spricht sich dafür aus, zunächst Pflegekräfte und medizinisches Personal zu berücksichtigen. Vor allem jene Menschen, für die ab Mitte März eine Impfpflicht besteht und die sich nicht mit einem mRNA-Impfstoff impfen lassen wollen.

Auch Nordrhein-Westfalen will den neu in der EU zugelassenen Corona-Impfstoff vor allem zunächst im Gesundheitswesen zum Einsatz bringen. In NRW sind sechs Prozent der Pflegekräfte derzeit ungeimpft.

Hoffnungen und Unsicherheiten in Bezug auf Novavax

Sachsen setzt große Hoffnungen auf Novavax, denn dort sind 15 Prozent des Personals im Pflegebereich unsicher, ob sie sich impfen lassen wollen - und das trotz eingeführter Impfpflicht im Gesundheitswesen. Viele von ihnen warten auf den Totimpfstoff, da sie den mRNA-Vakzinen misstrauen.

Die 1,75 Millionen Impfdosen werden nach Bevölkerungsanteil auf die unterschiedlichen Bundesländer verteilt. Thüringen stehen demnach 44.000 Dosen zu. Dort besteht noch große Unsicherheit, wo das Vakzin zuerst geimpft werden soll: In Krankenhäuser, bei Feuerwehren oder in Bereichen lebensnotwendiger Infrastrukturen - schließlich gibt es Personen, für die der Impfstoff besonders geeignet ist.

Alles was es über Novavax zu wissen gibt, haben wir im Video für euch zusammengefasst.

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