Stiko: Impfschutz von Johnson & Johnson ist "ungenügend"

Bisher galt es beim Impfstoff von Johnson & Johnson als ausreichend, nur eine Dosis des Impfstoffes zu bekommen. Doch jetzt wird der Impfschutz von der Ständigen Impfkommission als "ungenügend" eingestuft.

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Die Stiko empfiehlt mit Johnson & Johnson geimpften Personen eine Auffrischung mit einer zusätzlichen mRNA-Impfstoffdosis, um einen besseren Schutz zu erhalten, das berichtet rp-online.de. Dies könne ab vier Wochen nach der Johnson & Johnson-Impfung geschehen.

Eine Dosis ist ungenügend

Bisher galt bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson, dass eine Dosis für den vollen Impfschutz ausreichend ist. Doch die Stiko hat sogenannte Impfdurchbrüche beobachtet. Gegen die vorherrschende Delta-Variante in Deutschland ist die Wirksamkeit von Johnson & Johnson im Vergleich zu anderen Impfstoffen gering.

Die meisten Ansteckungen mit dem Virus geschehen im Verhältnis zu den verabreichten Dosen bei mit Johnson & Johnson Geimpften. Die Stiko ordnet den Impfstoff als ungenügend ein. Dennoch schützt der Impfstoff vor schweren Corona-Erkrankungen. Das betont Carsten Watzl, der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie.

Über Stiko-Empfehlung wird noch abgestimmt

Die Stiko-Empfehlung ist nicht in Stein gemeißelt. Doch ein Beschlussentwurf wird derzeit in Fachkreisen und bei den Bundesländern verbreitet, um über den Beschluss abzustimmen. Änderungen sind also nach wie vor möglich.

Bisher sind laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) mehr als 3,2 Millionen Menschen mit Johnson & Johnson geimpft (Stand: 07.10.2021). Allerdings sollten nicht nur mir Johnson & Johnson über eine Impfauffrischung nachdenken. Auch für Senioren ab 70 soll eine Corona-Auffrischimpfung her.

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