Niklas Süle beendet seine Karriere mit nur 30 Jahren © @n_sule0
Veröffentlicht am 07/05/2026 um 11:10 von der Redaktion

Niklas Süle beendet seine Karriere mit nur 30 Jahren

Niklas Süle beendet seine Profi-Karriere mit gerade mal 30 Jahren. Wie kam es zu diesem Schritt und was bleibt von seiner Zeit bei Borussia Dortmund?

Am 7. Mai 2026 überraschte Niklas Süle die Fußballwelt mit einer klaren Ansage: Im Sommer wird für ihn Schluss sein. Im Podcast „Spielmacher“ verkündete der Dortmunder Defensivspieler, dass er nach der aktuellen Saison nicht mehr spielen wird. Viele hätten noch mit einer längeren Karriere gerechnet, doch eine Knieverletzung Ende April änderte alles. Der zuverlässige Nationalspieler mit 49 Einsätzen für Deutschland stand vor einer schweren Entscheidung, die weniger mit dem Ergebnis auf dem Platz als mit dem eigenen Körper zu tun hat.

Die Verletzung in Hoffenheim und eine emotionale Reaktion

Am 18. April 2026 beim Spiel gegen Hoffenheim verletzte sich Süle so schwer, dass er ausgewechselt wurde. Die Befürchtung eines dritten Kreuzbandrisses ließ ihn tief erschüttert zurück:

„Was ich empfunden habe, als unser Doc in der Kabine in Hoffenheim den Schubladentest gemacht hat (ein Test, um einen möglichen Kreuzbandriss festzustellen, d. Red.), den Physio anschaute und den Kopf schüttelte, der Physio es ebenfalls gemacht hat und auch keinen Anschlag gemerkt hat, da bin ich in die Dusche und habe zehn Minuten geweint. In der Situation dachte ich wirklich: ‚Das ist gerissen‘.“

Das anschließende MRT brachte zwar Entwarnung, doch Süle stand vor der Wahl, sein Körper hatte offenbar genug:

„Als ich am nächsten Tag ins MRT gekommen bin und die gute Nachricht erhalten habe (dass es doch kein Kreuzbandriss ist), war für mich zu tausend Prozent klar, dass es vorbei ist. Ich konnte mir nichts Schlimmeres vorstellen, als mich eigentlich auf die Zeit danach zu freuen – unabhängig zu sein, in den Urlaub zu gehen, Zeit mit meinen Kindern zu verbringen – dann aber meinen dritten Kreuzbandriss verarbeiten zu müssen.“

Vier Jahre bei Dortmund: Erlebtes und Gefühle

Süle kam 2022 aus München zu Borussia Dortmund und bestritt seither 109 Spiele für den BVB, dabei erzielte er drei Tore. Besonders nachhaltig bleibt ihm seine erste Saison in Erinnerung, in der man fast deutscher Meister wurde:

„Was ich in meinem ersten Jahr erlebt habe, als wir fast Meister wurden – der Abend im Hotel, der Weg zum Stadion. Was ich da gefühlt habe, so habe ich höchstens noch vor meinem ersten Profispiel empfunden – von der Nervosität, von der Aufregung. Das war einer der krassesten Momente – vor dem Mainz-Spiel – den ich überhaupt hatte. Ich weiß nicht, ob ich jemals in meinem Leben wieder dahin komme, dass ich so fühle – mit diesem Adrenalin.“

Für ihn war auch das Miteinander mit den Fans ein wichtiges Erlebnis:

„Wenn ich auf die vier Jahre in Dortmund zurückblicke, dann waren viele Momente dabei, die mir Spaß gemacht haben. Das Kabinengelaber, das Stadion – wir reden hier von 80.000. Ich wurde von den Fans immer offen empfangen. Die Zeit werde ich sehr vermissen. Wie ich mich hier wohlgefühlt habe. Ich habe am ersten Tag gemerkt, wie die Menschen in Dortmund sind: offen, herzlich, ehrlich. Damit habe ich mich mega verbunden gefühlt. Meine Kinder gehen hier in die Kita. Es fällt uns schon schwer, hier wegzugehen.“

Einprägsame Momente und offene Zukunft

Besonders hervorgehoben wird in den sozialen Medien ein Highlight aus dem Champions-League-Spiel gegen Paris Saint-Germain im Dezember 2023, als Süle auf der Linie einen Treffer von Kylian Mbappé verhinderte. Viele Dortmund-Fans sehen in solchen Szenen seinen Kampfgeist und sind dankbar für seinen Einsatz. Während die Saison mit 67 Punkten auf Tabellenplatz zwei läuft, bleibt offen, wie Süles sportliche Zukunft aussieht: Sein Vertrag endet offiziell am 30. Juni 2026, weitere Engagements für den BVB wurden noch nicht bekannt gegeben. Für den bevorstehenden Spieltag gegen Eintracht Frankfurt ist Süle jedenfalls wieder im Kader, eine sofortige Rückkehr in die Startelf ist allerdings ungewiss.

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